Duisburg-Neudorf im Juli 2010 - Nach einem
Gespräch mit dem Vorsitzenden von proDuisburg Hermann Kewitz
sind wir beide der Ansicht, dass eine Aktion für Spenden von uns
Duisburgern kommen sollte. Aus diesem Grund würde ich es sehr
begrüßen, wenn wir uns in großer Zahl proDuisburg und dem
Lionsclub bei diesem Marsch anschließen sollten.
Deshalb hatte ich auch Kontakt zum
Bundespräsidialamt aufgenommen und angefragt, ob es denkbar
wäre, dass der Bundespräsident als Schirmherr für eine zentrale
Spendenaktion bzw. Spendenkonto der Loveparade-Hinterbliebenen
fungieren könnte.
Harald Jeschke - Vorsitzender Bürgerverein Neudorf e.V.
Kranz des Bürgervereins amm Brückenzug des
Karl-Lehr-Straßentunnels "Gelber Bogen".
Im Bild v.l. Vorstandsmitglied Uschi Tobisch mit Ehemann Hubert
und Sigried Schneider
Anregung des
Bürgervereins-Neudorf fand Anklang:
Loveparade-Tragödie: Spendentrauermarsch sammelt Geld für
Gedenktafel In Duisburg findet am Sonntag, 1.
August 2010, ein Spendentrauermarsch statt. Anlass ist die
Katastrophe während der Loveparade mit 21 Toten und mehr als 500
Verletzten. Die Teilnehmer sammeln Geld für eine Gedenktafel, die am
Zugang zur Rampe auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs
angebracht werden soll. Organisatoren der Aktion sind mehrere
bürgerschaftliche Institutionen sowie der Stadtsportbund Duisburg.
Ab 11 Uhr führt der Gedenkzug über den Kalkweg (Nähe MSV-Arena) und
die Düsseldorfer Straße auf das Gelände der Loveparade. Treffpunkt
ist um 10 Uhr. Die Teilnehmer werden gebeten, für eine Gedenktafel -
gestaltet durch
einen Duisburger Künstler - zu spenden. Die kurze Traueransprache
hält der
Duisburger Ehrenbürger Josef Krings. Am Zugang zur Rampe auf dem
Gelände des
ehemaligen Güterbahnhofsgeländes erfolgen eine Gedenkminute und eine
Kranzniederlegung im Namen der Duisburger Bürgerinnen und Bürger.
"Für uns ist es wichtig, ein Zeichen aus der Bürgerschaft heraus zu
setzen.
Wir wollen den vielen Duisburgerinnen und Duisburgern, die nach den
Ereignissen vom Samstag geschockt sind, dieses Angebot machen, ihre
Trauer zu zeigen", sagt Jörg Bunert, Mitglied des Lions Club
Duisburg.
"Wir sammeln Spenden für die Erinnerungstafel, weil wir den
Menschen, die
von den furchtbaren Ereignissen betroffen sind, einen Ort des
Gedenkens
ermöglichen wollen", erläutert Hermann Kewitz, Vorsitzender der 1910
gegründeten bürgerschaftlichen Vereinigung proDUISBURG e.V.
"Wir als Stadtsportbund beteiligen uns als Mitveranstalter, denn es
erscheint uns von Bedeutung, dass auch die tragenden Institutionen
der
Duisburger Bürgerinnen und Bürger ihre Betroffenheit zum Ausdruck
bringen", ergänzt Franz Hering, Vorsitzender des SSB.
Treffpunkt ist am Sonntag, 31. Juli, ab 10 Uhr, auf dem Parkplatz 2
vor der MSV-Arena.
Krieger hält
weiter am dreistelligen Millionen-Projekt Bürgerpark mit Möbelhaus
auf dem Güterbahnhofgelände fest und
kann sich alles zum Gedenken der Loveparade-Toten vorstellen
"Es ist schön, dass einmal jemand aus Duisburg nach dem traurigen
Ereignis an dem die ganze Bundesrepublik teilnimmt anruft", meinte
Investor Kurt Krieger. Und: "Selbstverständlich halte ich nach wie
vor an den Planungen fest. Und selbstverständlich kann ich mir alles
zum Gedenken für die Toten dieses Ereignisses vorstellen", ergänzte
der Berliner Entwickler und Möbelhausinhaber.
Kurt Krieger hatte das Loveparade-Geländer im Mai von
Bahnflächenvermarkter Aurelis erworben. Danach hatte er der Stadt
seine nach und nach veränderten Planungen mit einem Möbelhaus und
ggf. auch mit den von ihm nicht in die derzeitige
Wirtschaftslandschaft passenden gewünschten Büroneubauten
eingebettet in einen 10 bis 12 Hektar großen Park - wie es die
Duisburger Planungen schon von der ehemaligen Oberbürgermeisterin
Bärbel Zieling abgesagten Bundesgartenschaubewerbung vorsahen
- vorgelegt. Daran hat sich aus seiner Sicht auch heute nichts
geändert. Harald Jeschke
Duisburg, 17. Juni 2010 - Den Fraktionen im Rat der Stadt ist
das Projekt "Duisburger Park" mit Möbelhaus Höffner schon
vorgestellt worden, den Duisburger Bürger, die es angeht, weil
sie damit leben müssen, nicht.
Das haben Bürgerforum Mitte, Bürgerverein Neudorf und die
Wählergruppe Bürgerlich-Liberale (BL) geändert! SIE, die
Duisburger Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, zu
der am Montag, 21. Juni
2010, um 17 Uhr
an der Kruppstraße 30b (Tribünensaal der Regattabahn)
stattfindenden Informationsveranstaltung zu kommen.
Kurt Krieger wird die aktuelle (gestrige) Planung "Bürger Park
Duisburg" vorstellen und Rede und Antwort stehen.
Im direkten Bereich
Neudorfs sollen laut Aussage von Kurt Krieger (Möbelhaus Höffner)
annähernd 100 Millionen Euro in die Brache am
Güterbahnhofinvestiert werden.
100 Jahre Gneisenauschule
Duisburg-Neudorf, 4.
Juni 2010 - Am Mittwoch, 9.
Juni feiert die Schule von 11 bis 12:30 Uhr in der Turnhalle das
100-jährige Bestehen.
Als Mutter- und Ausgangsschule für alle katholischen Schulen
Neudorfs ist die katholische Schule Kammerstraße anzusehen. Sie
wurde am 19. Mai 1869 bezogen und
hieß erst Schule
am Bahnhof. Die katholischen Kinder Neudorfs mussten zuvor eine
der beiden katholischen Schulen der Innenstadt besuchen:
die Schule Pappendelle (heute Schule Goldstraße) oder die Schule
Brüderstraße (heute städtische Verwaltungsstelle an der neuen
Minoritenkirche).
Die Schule (Foto um 1910) am Bahnhof begann mit 290 Kindern und
hatte nur drei Lehrer: einen Schulleiter, eine Lehrerin und
einen Lehreraspiranten (Schülerhelfer). Nach dem
deutsch-französischen Kriege 1870/71 nahm das wirtschaftliche
Leben in Preußen- Deutschland großen Aufschwung. Auch in
Duisburg als Gewerbe- und Handelsstadt war das spürbar. So wurde
Neudorf immer mehr Wohnviertel und die Kinderzahl wuchs
entsprechend. Die Schule am Bahnhof wurde immer größer. Sie hieß
bald “katholische Schule Kammerstraße“. Sie hatte bis zum 1.
April 1937 bestanden und
musste dem
Erweiterungsbau des Duisburger Hauptbahnhofes weichen und war
etwa dort, wo früher auch am Ostausgang des Bahnhofs die
Rettungsstelle des roten Kreuzes war und jetzt ein Wettanbieter
zu finden ist.
Ostern 1894 ist eine zweite katholische Schule mit 6 Klassen an
der Neudorfer Straße errichtet worden, die 1906 in zwei
selbstständige Schulen nach Knaben und Mädchen getrennt wurde:
“Katholische Schule Neudorfer Straße“ und die “Katholische
Schule Koloniestraße“. Gneisenaustraße in Neudorf
Die
Fluchtlinien der Gneisenaustraße wurden um 1895 festgelegt und
danach mehrfach geändert. Ursprünglich sollte sie an der Mülheimer
Straße beginnen und bis zur Gabrielkirche führen. Das Teilstück von
dort bis zur Koloniestraße, wo sie heute als Sackgasse endet gehörte
zur Derfflingerstraße.
Im Adressbuch erscheint die Gneisenaustraße erst 1911 mit einem
Haus, mit dem ihr weiterer Ausbau begann. In der Mitte der beiden
Fahrbahnen war ein Promenadenweg vorgesehen mit Bäumen, Fuß- und
Reitweg. 1914 wurde der Reitweg ab Kammerstraße durch diese zur
Lotharstraße und weiter bis zur Mülheimer Straße verlegt. Der Ausbau
der Straße kam nur schrittweise voran. Auch lange nach dem II.
Weltkrieg war z. B. das Stück zwischen Aktienstraße und Bürgerstraße
nur als Fußgängerweg vorhanden. Erst in den siebziger Jahren wurde
der Ausbau abgeschlossen, wobei man darauf verzichtete, das Stück
zwischen Mülheimer Straße und Geibelstraße zu erweitern. Dieses
wurde 1977 in St.-Anna-Weg umbenannt.
August Wilhelm Anton Graf Neidhardt von Gneisenau (Schildau bei
Torgau 27.10.1760 - 23.8. 1831 Posen) war seit 1786 preußischer
Offizier. Er wurde bekannt, als er 1807 an der Seite Nettelbecks (s.
Nettelbeckstraße) die Festung Kolberg in Pommern gegen die Franzosen
verteidigte. In den Freiheitskriegen wurde er Generalstabschef des
Marschalls Blücher und war maßgebend an der endgültigen
Niederwerfung Napoleons beteiligt. Er wurde 1825 zum
Generalfeldmarschall ernannt. 1831 starb er an der Cholera.
St. Ludger in Neudorf feiert 80 Jahre
Kitageschichte
Duisburg-Neudorf, 4. Juni 2010
Neues Leben in
alten Mauern – „Jedermann“ in Neudorf eröffnet
Neudorf, Juni 2010 - Nein, nicht das das Spiel
vom Sterben des reichen Mannes in dem Theaterstück von Hugo von
Hofmannsthal hat eine Bühne in Neudorf gefunden! Nach 6 Wochen
Umbau konnte am Mittwoch das „Jedermann“ in den Räumen der
Neudorfer Traditionsgaststätte „Bütefür“ seine Pforten öffnen.
Und gut 200 Besucher kamen zur Einweihung des neuen Biergartens,
der 125 Menschen Platz bietet.
Das „Jedermann“ ist täglich ab 17 Uhr geöffnet. Eine exzellente
Küche bietet für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel etwas.
Portionen, von denen locker eine Familie satt wird werden
Freitags und Samstags von 17 – 3 Uhr morgens und an den anderen
Wochentagen von 17 – 23 Uhr serviert.
Auch im Innern hat sich einiges getan. Thomas Brinkmann und
Silvia Schneider – Welskop haben das Interieur modernen
Ansprüchen angepasst und man fühlt sich wohl in dem alten
Gebäude, dass auf der Urzelle Neudorfs steht, wo vor 240 Jahren
die ersten Kolonisten „op de Heyd“ gesiedelt haben. Seit 1778
lebte die Familie Bütefür auf dieser Parzelle.
Und Willi Bütefür – Nachfahre einer der ersten Siedlerfamilien
und Hausbesitzer – ließ es sich nicht nehmen, mit Chefin Silvia
Schneider – Welskop auf den Erfolg anzustoßen!
Ab August werden die Spiele von Bundesliga,
Europaliga und Champions League über „sky“ gezeigt. Und bei der
WM ist das Public Viewing geradezu selbstverständlich. Am
Eröffnungsabend sorgten die Livebands „R & B“ (Rhythm and Blues)
und „Troubadix“ für den nötigen Sound. Und mit einer Fotoaktion,
bei der jeder Gast im Portrait abgelichtet wurde, nimmt man den
Namen ernst. Diese werden als Collagen künftig die Wände der
Gaststätte zieren.
Text: HaMo Fotos: manu
Fotostrecke 240-Jahr-Feier Duisburg-Neudorf
Fotos: Manfred Schneider, Harald Molder und Harald Jeschke
Die
Eröffnung des Feststages durch Harald Jeschke (Bürgervereinschef,
Reinhard Meyer (stellv. Bezirksbürgermeister und Wolfgang Komorowski
(Bezirksamtsleiter Duisburg-Mitte (v.l. - oben und unten)
Walter Hellmich beim Stand des Bürgervereins
Die
Neudorfer SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas hier im Gespräch mit
den Funktionären von Bertasee Duisburg (Bildmitte Vize Günter Kuske
Volles Haus vor dem Sinalcotruck
Der
Flötenchor der Grundschule Mozartsstraße mit Chorleiterin Jacobs
Das "Cowgirl" solo vom Neudorfer show- und Tanzverein TC Little
Devils
Die Zeitzeugen Reinhold Stausberg und
Harald Molder
Der Neudorf-Stand, der in
liebevoller und langwieriger Arbeit vom Neudorfer Dieter Wozny
erstellt wurde
SSB-Chef
Franz Hering, Bürgervereins-Vorsitzender Harald Jeschke und
Mitte-Amtsleiter Wolfgang Komoworski strahlten mit dem Wetter
Nette und fröhliche Festgäste
Blick vom
Truck
Das
"Tierliedteam" der evangelischen Kirchengemeinde Gustav-Adolf-Straße
mit Frau Thummes
Ganz
viel Neudorf...
am Infostand des Bürgervereins
Reinhold Stausberg hatte es, das Modell des ersten Neudorfer
Kolonistenhauses
Die Freiwillige
Feuerwehr machte ebenso mit wie
die Neudorfer
Bezirkspolizisten Bernd Holland (links) und Gerd Kamps
Sie heizten
mächtig ein, die "Crazy Devils" vom Neudorfer Tanz- und
Showverein TC Little Devils
Die Johanniter aus
Neudorf mit Stefanie Scheer
Präsenz des
CAP-Marktes und der Bürgerlich-Liberalen
Sanders Hüpfburg
Das popcorn der
Neudorfer Sozialdemokraten kam an
Der Stand des
Stadtverbandes der Duisburger Kleingärtner
Spielstand der GGS
Mozartschule
Viele spaßige
Aktivitäten der Thomas Gemeinde von der Bismarckstraße
Nistkastenbau mit
der Duisburger Waldjugend
Das politisch
junge Duisburg
Der Countdown zur
240-Jahr-Feier Neudorfs läuft
240-Jahr-Feier Duisburg-Neudorf - Samstag, 29. Mai 2010 (12 - 19
Uhr)
Rund um das Seehaus im Sportpark im Süden Neudorfs
Ablauf
- Begrüßung
Philip Borckenstein-Quirini (Seehaus-Geschäftsführer) Harald
Jeschke (Bürgervereins-Vorsitzender)
Eröffnung: 12:00
durch den stellvertretenden Bezirksbürgermeister Reinhard Meyer
und Bezirksamtsleiter Mitte Wolfgang Komorowski Angebote/Programm
-
Kinderchor der GGS Mozartstraße
-
Spielstände – Kindergarten evang. Gemeinde Gustav-Adolf-Straße
-
Tanzgruppen des Neudorfer Vereins TC Little Devils
-
Waldjugend Duisburg (Anleitungen zum Nistkastenbau) – Infostand
des Kleingartenverbandes
"Aktion Freundlichkeit" Kinderschminken, Luftballons und Gebäck,
das verschenkt wird.
Thomas-Gemeinde Neudorf.
Tagesangebot
Rettungswesen, Aktivprogramm
Johanniter Neudorf
Tagesangebot
CAP-Markt / Regenbogen
Tagesangebot
Freiw.
Feuerwehr Aktionsprogramm
Tagesangebot
Jongleur, Einrad - Clownerien
Tagesangebot
Kinderspiele und Theater
Mozartschule
Tagesangebot
Spielstände
KiTa
evang. Gem. Gustav-Adolf-Str
14:00
Seeräuberlieder - Kindergarten evang. Gemeinde
Gustav-Adolf-Str
14:30 / 15:30
Kindertanzgruppen
TC
Little Devils
17:00 – 19:00
Neudorfer Jugendband Butchers Ballett
Sinalcotruck
ca
20:00
Dank
und Schlusswort
Harald
Jeschke
Zuordnung
Zahl= Infostand
Buchstabe = Aktionsangebot
Archiv
7
Bertasee Duisburg
FW
Brandschutz Czekalla
B
Bürgerlich-Liberale
Glücksrad
A
Bürgerverein
11
FREUNDESKREIS DEUTSCHLAND - NORDAMERIKA von 1979
C
CAP-Markt / Regenbogen.
D
DRK „Familienhilfe sofort vor Ort“
FW
Freiw. Feuerwehr
Spritzwand
10
Johanniter Neudorf
JuDU
Junges Duisburg
Luftballonwettbewerb
9
Kleingartenstadtverband
Infostand:
Vogelschutz, Rosen, Gemüse
1
Linke Neudorf Jongleur, Einrad - Clownerien
12
Polizei
3
KiTa evang.Gemeinde Gustav-Adolf-Str
Spielstände
5
Kosmetikstand
4
Mozartschule Kinderspiele / Chor
8
Rind Waschmaschinen
S
Sinalcotruck
G
SPD Neudorf
Buttons, Popcorn, Tattoos,
S
TC Little Devils
Kindertanz
1
Thomas Gemeinde Neudorf
W
Waldjugend
H
Wohnungsgenossenschaft Süd / Bürgerverein
Hüpfburg
Kliniken Duisburg
Rind Waschmaschinen
Zeitzeugen
Wochenmarkt Neudorf-Süd stabil
- Neuzugang aus den Niederlanden
Duisburg-Neudorf, 21. Mai 2010 - Die Händlerstruktur auf dem
kleinen Wochenmarkt im Süden Neudorfs an der Gabrielstraße
(freitags von 14 - 18 Uhr) ist nach wie vor stabil. Nach den
harten Wintertagen hat sich die Stimmung bei der Händlercrew
nebst Kundschaft bei den besseren Temperaturen deutlich
aufgehellt.
Gern gesehener Neuling ist ein Niederländer der - wie
überraschend - hervorragenden Käse verkauft. Wer mit ihm über
Louis van Gaal - also den Fußballtrainer der Bayern aus München
- sprechen will, findet da ebenso einen Insider wie beim
Fachsimpeln über Motorradrennen.
Gespinstmotten wieder aktiv
Duisburg-Neudorf, 12. Mai 2010 -
Sie sind die Christos der Insektenwelt. Gespinstmotten hüllen jedes
Jahr Sträucher und ganze Bäume zum Schutz ihrer Nachkommen ein. Und
jedes Jahr wollen besorgte Menschen wissen, ob sie die
vermeintlichen Schädlinge mit Gift bekämpfen sollen. Dies ist jedoch
nicht sinnvoll. Darauf weist das Amt für Umwelt und Grün hin und
teilt damit die Auffassung anderer Experten.
„Vor allem die Traubenkirschen-Gespinstmotten sind in der Lage,
ganze Baumgruppen mit ihren silbrigen Fäden zu überziehen“, so der
Stadtwaldförster Stefan Jeschke. Insgesamt fünf nur schwer
voneinander zu unterscheidende Arten der Gespinstmotten leben bei
uns. Er kann zwar nachvollziehen, dass die oftmals in Massen
auftretenden Raupen bei den Leuten Unbehagen oder gar Ekel auslösen,
er selber betrachtet die Raupen und ihre auffälligen Kinderstuben
jedoch emotionslos als „Laune der Natur“. Zunächst machen sich die
Larven des kleinen Schmetterlings über die Knospen und frischen
Blätter ihrer Wirtsbäume her, später werden sie anspruchsloser und
vertilgen alles Grün.
Der Wunsch, die als ekelhaft empfundenen Tiere mit Gift zu
vernichten, ist meistens ebenso sinnlos wie gefährlich für die
Umwelt. Ist das Gespinst erst einmal ausgebildet, sind die Raupen
kaum noch zu bekämpfen. „Da manchmal auch Obstbäume von den
Gespinstmotten befallen werden“, so Förster Jeschke, „empfiehlt es
sich, die Raupen so früh wie möglich von den Apfel- oder
Pflaumenbäumen abzusammeln“. Lässt man die Tiere jedoch gewähren,
kann es zu einem kompletten Ernteausfall kommen. Der Förster rät
aber dringend davon ab, den Tieren mit der Giftspritze beikommen zu
wollen, „denn sonst tötet man mit dem Insektizid gleichzeitig die
Fraßfeinde der Raupen“. Die Staatliche Versuchsanstalt für Gartenbau
der Fachhochschule Weihenstephan weist zudem darauf hin, dass Vögel,
Raubwanzen sowie einige Parasiten eine ungehemmte Vermehrung der
Gespinstmotten verhindern.
Sind die kleinen weißen Falter mit den schwarzen Punkten auf den
Flügeln schließlich aus den Puppen geschlüpft, verwittern die
Gespinste rasch, die Bäume treiben wieder aus und schon bald ist von
dem Gespinst-Spuk nichts mehr zu sehen.
REWE-Umbauparty
Duisburg-Neudorf, 7. Mai 2010 - An Christi-Himmelfahrt findet in
der Zeit von 11:00-20:00 auf dem REWE-Gelände eine große
Umbauparty auf dem Kundenparkplatz statt! Dazu sind alle
Neudorfer herzlich einladen!
Duisburg-Neudorf, 6. Mai 2010 -
Duisburg trauert um Rolf Steeger. Duisburg verliert mit dem Neudorfer -
geb. 11. August 1940 - und ehemaligen Feuerwehrmann einen Menschen mit
dem Blick für Menschen, denen es nicht so gut ging. Und genau das wurde
für ihn und seine Tochter zum neuen Lebenswerk, dem viele Duisburger
sehr viel zu verdanken haben.
„Obdachlose und Drogenabhängige haben keine Lobby!“ Mit dieser traurigen
Erkenntnis konnte Rolf Steeger nicht so wirklich umgehen.
Seit dem März 1995 versucht die Duisburger Tafel die gröbste Not zu
lindern.
An
erster Stelle stand die Versorgung mit einer warmen Mahlzeit am Tag. So
begann der eingetragene Verein Duisburger Tafel e.V. zunächst im
September 1995 damit, an zwei Sonntagen im Monat, mit Obdachlosen zu
frühstücken. Erst im Dezember 1995 gab es am Bahnhof-Ostausgang von
Montag bis Freitag einen Mittagstisch für Obdachlose und Bedürftige.
Dabei wurden wir von der Bahnhofsmission tatkräftig unterstützt.
Dann ging es Schlag auf Schlag, im März '96 zogen wir in die
Vulkanstraße 17 und seitdem gibt es von Montag bis Sonntag ein
Mittagessen.
Zusätzlich beliefern wir die Herz-Jesu Gemeinde in Marxloh einmal
wöchentlich. Im Oktober '96 konnten wir unser Angebot auf der
Vulkanstraße erweitern, nun sind unsere Öffnungszeiten von 10:00 bis
16:00 Uhr. Eine Kleiderkammer wurde eröffnet, die Dusche sowie
Waschmaschine und Trockner in Betrieb genommen.
Wie
begann dies alles? Der Neudorfer Feuerwehrmann Rolf Steeger erinnert
sich.
Es
war im kalten Winter 1993/94, als es die ersten zaghaften Bemühungen
gab, für Bedürftige etwas zu tun. Feinkosthändler Hans Kersten hatte
eine Aktion mit der Bahnhofsmission im Sinn, wollte warme Suppen liefern
und suchte Mitstreiter. Neben der Bahnhofsmission wurde der zentrale
Treff der Obdachlosen Duisburg unter der Fahrbahnbrücke am Marientor ins
Visier genommen, wurden dort auch die ersten warmen Angebote bzw. wurde
mindestens alle 14 Tage gemeinsam gefrühstückt. Dabei konnten zwei
Obdachlose vor dem Erfrieren gerettet werden.
Das
Ganze sollte aber organisatorisch konkret anlaufen.
Ausgerechnet im etwas nobleren Gasthaus Wilhelmshöhe trafen sich die
Ideengeber um Gleichgesinnte zu suchen und konkreter die Hilfe für die
sozial Schwächsten anzupacken.
Hans Kersten übernahm zunächst die Federführung, hatte aber mit seinem
Unternehmen so viel zu tun, dass es hier schnell zu einer anderen Lösung
kommen musste. Die kam. Ab 1994 übernahm
Uta
Steeger, Tochter des Mannes der ersten Stunde nahm das Heft in die Hand.
Erste Anlaufstelle wurde Neudorfer Ostausgang des Hauptbahnhofes in den
ehemaligen Räumen des Roten Kreuzes, dort wo heute die Backwaren
angeboten werden. Mit dem Catering Unternehmen Sommer wurde nach dem
Ausscheiden von Hans Kersten eine Vereinbarung getroffen und es gab dort
die ersten warmen Mahlzeiten
Mit
dem Bau des UCI-Kinocenters war es aber vorbei mit dieser Örtlichkeit,
da dort das Baubüro einzog. Die Tafel zog nach guten Kontakten mit der
Stadt und Herrn Luderer 1996/97 in die Vulkanstraße ins Lager des
Sozialamtes für Gebrauchtmöbel.
Seit 2003 erfolgt nun die Essenausgabe im Grunewald im ehemaligen
Brückenbaubüro an der Düsseldorfer Straße 346 in Hochfeld. Zusätzlich
gibt es seit knapp fünf Jahren ein Büro in Neudorf an der Grabenstraße
16. Das wurde seit einem Jahr mit einem „Tafelladen“ erweitert.
Dort werden nun täglich Lebensmittelkisten an zwei aber auch an einen
vierköpfigen Familienhaushalt – oder gar größer - ausgegeben. Nach
Vorlage von Hartz IV-Bescheinigung oder einem Berechtigungsausweises
gibt es diese Lebensmittel.
Dieser Bereich ist für etwa 120 Menschen die Anlaufstelle schlechthin,
werden in der Woche rund 600 Personen mit ihren Kindern sozusagen
grundversorgt. Mit der täglichen Ausgabe von Montag bis Freitag mit
durchschnittlich 60 Essen am Grunewald versorgt die Tafel insgesamt etwa
2000 Menschen. Und wie wird diese Mammutaufgabe gestemmt?
Organisiert wird das Ganze mit einem Fahrdienst, um die zwei Lieferungen
täglich bewältigen zu können - mit den Betreuern der Obdachlosenhilfe
fiftyfifty, dem Tafelladen sowie der Essenausgabe.
Mittlerweile ist die Tafel Arbeitgeber für sechs bezahlte
Halbtagskräfte, die aus dem Bereich der Gäste kommen und Sozialleistung
oder Harz IV-Gelder bezogen hatte.
Die
Tafel hat keine Hauptsponsoren, muss jährlich 200 000 Euro für ihren
Dienst am Menschen aufbringen.
Der
ehemalige Feuerwehrmann und jetzige Ruheständler Rolf Steeger ist
täglich ab 10 Uhr im Einsatz, hat aber mit der ganz stark
miteingebundenen Ehefrau Marlies eine feste „Oase“ im Tagesablauf:
„Unser Familienkaffee um 16 Uhr ist Tradition und wird unbedingt
eingehalten“, beschwört der ehemalige Brandretter den Familiensinn.
Die
Zahl der sozial Schwachen in dieser Stadt wächst. Es kann ganz schnell
gehen: Arbeitsplatzverlust, Ehescheidung - kein Geld mehr da. Kein Geld
für die Miete, also raus aus der Wohnung. Was dann? Keine Arbeit, kein
Geld, keine Wohnung - der Teufelskreis kann sich schneller schließen,
als der Mensch wahrhaben will. Und schon liegt der Mensch auf der
Straße. Wer hilft? Wer kann und wer will helfen?
Verleihung der „Neudorfer
Ehrentafel“ Der
Bürgerverein Duisburg-Neudorf hat es sich zur Aufgabe gemacht, Solche,
die in Neudorf beheimatet oder
niedergelassen sind, für ihre
ehrenamtliche Tätigkeit, im Rahmen des „Neudorfer
Empfang“ zu ehren.
Bei dem Neudorfer Empfang 2007 wurde in den Kategorie
„Bürger“- die
Duisburger Tafel e. V. mit der
„Neudorfer Ehrentafel“ gewürdigt.
Sozialdezernent
Reinhold Spaniel (re.) mit Harald Jeschke bei der Ehrung der
"Tafel-Initiatoren" Uta und Rolf Steeger (li.) Bürgervereins.