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Neudorfer Strassennamen

Buchstaben I bis N


A - D        E - H        I - N        O - S        T - Z



Hinweis: Neudorfer Straßennamen mit "I" und "J" existieren nicht; deshalb geht es hier gleich mit "K" los.


Kalkweg

Der Kalkweg in seiner heutigen Gestalt ist eine Hauptverkehrsstraße, die sich vom Stadtteil Neudorf an Wanheimerort vorbei bis nach Wedau hinzieht. Verfolgt man diese Streckenführung vom innerstädtischen Bereich in die Außenbezirke, so beginnt sie am Südende des Sternbuschwegs im Bereich der weiträumigen Eisenbahnüberführungen nahe der diese noch überquerenden Stadtautobahn A59.
Im weiteren Verlauf bildet sie von der Kruppstraße an bis zum Tilsiter Ufer, wo der Stadtteil Wedau beginnt, die Westgrenze der Stadion- und Wedauer Sport-Anlagen. Sodann teilt sie den Wedauer Wohnbereich ziemlich in der Mitte und führt mitten in das Erholungsgebiet der Sechsseenplatte zwischen Masuren- und Wambachsee hindurch, wo sie zum Fußweg wird, der etwa 100 m hinter der schmalen Straße im Kneippgrund auf einem Querpfad endet.

Im großen und ganzen entspricht die heutige Straßenführung noch immer dem Verlauf eines jahrhundertealten Weges mit gleicher Bezeichnung. Doch lässt die auf der Westseite des Kalkweges (gegenüber der Kruppstraße) verlaufende kurze, noch bis zu den genannten Eisenbahnüberführungen reichende Straße „Alter Kalkweg“ in ihrem nördlichen Teil die Richtung erkennen, die der Kalkweg ursprünglich, fortgesetzt durch die Heerstraße und die Musfeldstraße über das Marientor in den Kern der alten Stadt Duisburg hinein, genommen hat, wobei seine Ursprünge vielleicht bis in fränkische Zeit zurückgehen.

Der Name des Kalkweges bezieht sich auf die Kalkfuhren, die aus der Ratinger Gegend Kalk nach Duisburg brachten. 1404 erfahren wird, daß die Abtei Werden ihren Kalkofen in der Drucht - Reste sind noch erhalten - verpachtet. Daß dieser Ofen auch „Kalkofen in Lintorf“ genannt wurde, hängt mit der Nähe zur Siedlung Lintorf zusammen. Über diesen Kalkofen gibt es zahlreiche Nachrichten bis in die neueste Zeit. Aus dem Gebiet von Eggerscheidt und Ratingen ziehen sich Kalkformationen in die Gegend von Lintorf, besonders nördlich davon und bis zur heutigen Duisburger Stadtgrenze.

Der für Duisburg bestimmte Kalk gelangte zur Lagerung in den „Großen“ und „Kleinen Kalkhof“ (vgl. hierzu Duisburger Straßennamen, T. 1, in: Duisburger Forschungen, Band 31, 1982, S. 284). 

Kammerstraße

Auf älteste Ursprünge im Hinblick auf die Namengebung geht die Bezeichnung der Kammerstraße zurück, die gegenüber dem Ostausgang des Duisburger Hauptbahnhofs beginnt, von dort in südöstlicher Richtung durch den Ortsteil Neudorf verläuft, unter der Autobahn A 3 hindurchführt, auf deren Ostseite dann als Kammerweg in den Duisburger Wald aufsteigt und in der Nähe des „Heiligen Brunnens“ sich in andere Waldwege verzweigt.

Der Name Kammerweg taucht in der Form des „Kammersen Weges“ 1631 schon auf, während die Kammerstraße unter dieser Bezeichnung zum ersten Mal im Duisburger Adressbuch von 1879 vorkommt, wobei gesagt wird, dass sie „von dem Rheinischen Bahnhofe hinter der katholischen Schule über die Neudorfer Straße nach der Kammer im Walde“ führe. Im letzten Teil deckt sich diese Straßenführung offenbar mit der im Bereich des „Heiligen Brunnens“.

Am Ende der Strecke, die heute noch den Namen „Kammerweg“ trägt (s. o.), hat jener Teil des Waldes gelegen, der bis in neuere Zeit - nachweisbar noch auf einer Zeichnung von 1897 - den Namen „Kammer“ (= Kammerwald) führte und ein Rest landesherrlichen Besitzes war, dessen Einkünfte der staatlichen Finanzverwaltung, nämlich der so genannten „Kammer“ zuflossen. (Ursprünglich war der gesamte Wald Königsforst oder Reichswald gewesen.) 

Kammerweg

Zum Kammerweg s. die Angaben bei der Kammerstraße.  

Karl-Lehr-Straße

Die Karl-Lehr-Straße, die heute von der Düsseldorfer Straße unter dem Bahngelände hindurch zum Sternbuschweg verläuft, hatte früher eine etwas andere Linienführung, weiter nördlich in Richtung auf die Bismarckstraße zu. Zwischen 1879 und 1904 hieß die Karl-Lehr-Straße auch Bismarckstraße, vorher wurde das Gelände einfach „an der Bicherouxschen Fabrik“ genannt, weil die Straße zwischen dem Walzwerk der Gebrüder Bicheroux und der Duisburger Aktiengesellschaft für Gießerei durchführte.

Nachdem zwischen 1883 und 1886 der Duisburger Hauptbahnhof neu gebaut wurde, musste ein Teil dieser alten Bismarckstraße nach Süden verlegt werden und führte nun von der Düsseldorfer zur Grabenstraße. Im Oktober 1904 wurde dieses Straßenstück in Karl-Lehr-Straße umbenannt, die ein Teil der vorgesehenen Ringstraße vom Außenhafen bis zur Duissernstraße (s. bei Karl-Jarres-Straße) war. Erst 1939 wurde sie bis zum Sternbuschweg verlängert, indem ihr ein Teil der Waldstraße zugeschlagen wurde.

Karl Lehr (Meschede 1842 - 1919 Duisburg) war von 1879 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1914 Bürgermeister von Duisburg und bekam 1881 den Titel Oberbürgermeister verliehen. Vorher war er als Richter in Kirchhundem und Duisburg tätig gewesen. 1904 wurde er zum Geheimen Regierungsrat und 1912 anlässlich seines 70. Geburtstages zum Ehrenbürger der Stadt Duisburg ernannt.  

Kettenstraße

Die Kettenstraße führt von der Ludgeristraße zur Memelstraße. Ihre Benennung ergab sich daraus, dass sie an der Kettenschmiede der Firma „Duisburger Maschinenbau AG., vorm. Bechem & Keetman“ vorbeiführte. Die Kettenfabrikation dieser von August Bechem und Theodor Keetman 1862 gegründeten Firma war ein bedeutender Produktionszweig. U. a. wurde hier die größte je in Deutschland geschmiedete Kette, die 300 Meter lange Ankerstegkette des Schlachtschiffs „Fürst Bismarck“ mit Gliedern von 102 mm Durchmesser geschmiedet. Der Ausbau der Straße begann im Jahre 1898.

Kiefernweg

Der Kiefernweg verläuft als unbebauter Wald- und Wanderweg durch den Sportpark Wedau vom Kalkweg bis zur Regattabahn.

1962 war er mit Namen erstmals auf den Stadtplänen aufgeführt, obwohl es im Stadtteil Duissern bereits einen Kiefernweg gab (s. d.).  

Klöcknerstraße

Wer selbst heute - nach zwei Jahrzehnten - von der„Klöcknerstraße“ spricht, die lt. Ratsbeschluss vom 20. Februar 1969 ihren Namen erhielt, handelt sich bei alteingesessenen Anwohnern noch Ärger ein. Denn diese hängen an dem bis dahin offiziell gültigen und derzeit noch inoffiziell verwendeten Namen „Oststraße“.

Diese Bezeichnung der heute an der Neudorfer Straße gegenüber dem Ostausgang des Hauptbahnhofes ihren Anfang nehmenden, zunächst bis zum Ludgeriplatz in östlicher und von dort aus bis zur Lotharstraße in südöstlicher Richtung führenden und die großen Neudorfer Straßen wie Gneisenau- und Grabenstraße sowie Stembuschweg rechtwinklig schneidenden Geschäftsstraße gibt lediglich die Grundrichtung an, die ein uralter Feldweg nahm.

Im Jahre 1879 erhielt dieser zur Fahrstraße erweiterte Feldweg, der seinerzeit nur bis über den heutigen Ludgeriplatz hinaus an die damalige Zeche Neu-Duisburg (zwischen Hammer- und Kettenstraße) führte, seinen Namen Oststraße, mit dem er zum ersten Mal im Adressbuch erscheint. In den folgenden Jahrzehnten erhielt die Straße im Rahmen fortschreitender Besiedlung Neudorfs ihre heutige Gestalt und Länge.

Die Umbenennung der Oststraße in Klöcknerstraße war als Ehrung des für Duisburg so bedeutenden Unternehmers Peter Klöckner (Koblenz 8.11.1863 - 5.10.1940 Duisburg), seiner industriellen Leistungen und des gerade für Duisburg immer stark engagierten Mäzenatentums der Leitung der Klöckner-Werke gedacht.

Mit der Übernahme eines Stahlwerks in Haspe (bei Hagen) im Jahre 1898 und der 1900 folgenden Leitung des seit 1918 Lothringer Hütten- und Bergwerksverein genannten Unternehmens begann der wirtschaftliche Aufstieg Peter Klöckners, der 1923 auf Grund der durch das Ende des I. Weltkriegs veränderten Gesamtsituation die industriellen Beteiligungen zur Klöckner-Werke AG. zusammen fasste, die ihren Sitz zunächst in Castrop-Rauxel und seit 1938 in Duisburg bekam. Weitere wirtschaftliche Änderungen und Einschnitte erfolgten nach dem II. Weltkrieg.  

Klöcknerweg

Erst auf neueren Stadtplänen, so z.B. dem von 1977, findet sich die Namensbezeichnung Klöcknerweg für diesen von der Mülheimer Straße, besser gesagt: von dem großen Parkplatz- Gelände südlich davon nach Süden verlaufenden Weg, der nach etwa 300 m beim Rundweg einmündet, sich von dort um den Wolfsberg herum nach Osten wendet und nach knapp 250 m auf den die Duisburg-Mülheimer Stadtgrenze kennzeichnenden Grenzweg trifft.

Als unbewohnter Weg im Duisburger Stadtwald findet er sich in keinem Adressbuch, sondern dürfte seinen Namen im Rahmen forstamtlicher Wünsche zur eindeutigen Kennzeichnung der Waldwege erhalten haben.

Der Hinweis auf das für Duisburg so bedeutsame Unternehmen der Firma Klöckner taucht hier auf, weil der Weg an Waldparzellen dieser Familie vorbeiführt, die sich bis zu der schon auf Mülheimer Gebiet liegenden „Wolfsburg“, der 1960 entstandenen Katholischen Akademie des Bistums Essen, hinzogen.  

Koloniestraße

Heute beginnt die Koloniestraße am Verteiler Mercatorstraße, führt durch den Tunnel unter den Eisenbahngeleisen des Hauptbahnhofs durch und in südöstlicher Richtung auf den Duisburger Wald zu, wo sie an der Kreuzung mit der Bissingheimer und der Uhlenhorststraße endet.

Ihr ungefährer Verlauf ist bereits auf der ersten Katasterkarte von 1733 verzeichnet. Auf der Katasterkarte von 1824 wird der Teil nördlich der Grabenstraße als Heidschen Weg oder Holzweg bezeichnet, im Adressbuch von 1867 mit „hinterm Bahnhof bis zur Windmühle“. Der südliche Teil heißt 1867 ganz einfach „Colonie Neudorf“.

Der Name „Coloniestraße“ erscheint erstmals im Adressbuch von 1879 als Verbindung der Neudorfer mit der Steinbruchstraße und 1880 unter der Kennzeichnung „von der Friedhofstraße (heute verkürzte Otto-Keller-Straße) bis zur Colonie und längs derselben weiter bis zum Walde“. Diesen Verlauf behielt sie bei, bis Mitte der dreißiger Jahre im Norden ein Tunnel als weiterer Zugang von Neudorf zur Innenstadt angelegt und sie im Süden von der Steinbruchstraße ab als Zubringer zur neu erbauten Autobahn verlängert wurde.

Der Name der Koloniestraße, dessen heutige Schreibweise sich um 1905 durchsetzte, erinnert an die Gründung des Stadtteils Neudorf, der hier seinen Anfang nahm. Im Jahre 1770 erhielten 12 Familien aus Hessen-Darmstadt, die man Kolonisten nannte, von Friedrich dem Großen die Erlaubnis, sich auf der Duisburger Heide anzusiedeln, um auf unkultiviertem Boden Bauernstellen anzulegen. Sie errichteten ihre Häuser auf dem Teilstück der Koloniestraße zwischen Graben- und Wildstraße.  

Kommandantenstraße

Sie verbindet, zunächst in leichtem Bogen, dann parallel der Eisenbahn von Norden nach Süden verlaufend und im letzten Stück sich nach Südosten wendend, die Koloniestraße mit der Karl-Lehr-Straße. Dort trifft sie auf die aus nordöstlicher Richtung kommende Grabenstraße (L 237). Noch bis zum Jahre 1965 hatte einTeil der Straße, der zwischen Kolonie- und Grabenstraße liegt, zur Wegnerstraße gehört.

Nachweislich seit 1893 befand sich diese Straße (zunächst noch mit C geschrieben) in der Planung. Erstmals wird sie im Adressbuch von 1903 erwähnt, und zwar stand dort nur das Haus mit der Nummer 97, das der Tabakfabrik A. F. Carstanjen Söhne gehörte und in dem der Werkmeister Carl Ebbinghaus wohnte.

Über die Herkunft des offensichtlich Anfang der neunziger Jahre des 19. Jahrhunderts festgelegten Straßennamens konnte nichts ermittelt werden.  

Kortumstraße

Sie führt heute vom Sternbuschweg bis zur Kreuzung der Mozartstraße mit der Lotharstraße. Das Teilstück bis zur Wildstraße wurde um 1909 angelegt. Ursprünglich sollte die Straße an der Grabenstraße beginnen, dieser Plan wurde jedoch endgültig 1931 fallengelassen.

Die Bebauung der Kortumstraße setzte erst mit der Anlage der „Einschornsteinsiedlung“ ein (s. unter Gabrielstraße).

Sie trägt ihren Namen nach dem Arzt und Schriftsteller Karl Arnold Kortum (Mülheim 5.7.1745 - 15.8.1824 Bochum). Nach seinem Studium der Medizin in Duisburg von 1763 bis 1767 war er als Arzt in Mülheim und Bochum tätig. Daneben verfasste er grotesk-komische Heldengedichte in Knittelversen. Am bekanntesten ist die „Jobsiade“, die Lebensbeschreibung eines verbummelten Theologiekandidaten als Satire auf deutsches Spießertum und Studentenleben. 

Krähenpfad

In Verlängerung des Lerchenpfades verbindet der Krähenpfad im Duisburger Stadtwald den Waldweg Berg und Tal mit dem Amselsteig.

Auf einem Stadtplan von 1936 ist der Weg bereits eingezeichnet, und 1980 erscheint erstmals der Name Krähenpfad auf dem Stadtplan.

Krähen sind die kleineren Verwandten des Kolkraben. In Europa lebt die Saatkrähe. Da sie überwiegend Engerlinge frißt, ist sie für die Landwirtschaft besonders nützlich.  

Krähenweg

Der Krähenweg führt im Duisburger Stadtwald vom Forsthausweg in gerader Linie nach Süden, wobei er den Aktienweg überquert. Vom Kammerweg an wird er als schmaler Weg in südöstlicher Richtung bis zum Finkenpfad weitergeführt.

Die Streckenführung dieses Waldweges wurde im Lauf der Jahrzehnte verändert. 1878 begann er am Forsthausweg und endete hinter dem Aktienweg im Wald. 1891 war er in gerader Linie vom Aktienweg bis zum Nachtigallental durchgeführt. Im Jahre 1925 erscheint der Name Krähenweg erstmalig auf einem Stadtplan, und Anfang der siebziger Jahre erhielt er seinen heutigen Verlauf.Namenserklärung s. Krähenpfad.

Krautstraße

Am 24. November 1896 stellte der Architekt und Bauunternehmer Heinrich Wilhelm Vogt, Mülheimer Straße 19, den Antrag, die Baufluchtlinie eines Feldweges festzulegen, da er beabsichtigte, am Sternbuschweg Arbeiterwohnhäuser zu errichten. Dieser Feldweg führte von der Grabenstraße bis zum Sternbuschweg. Im Mai 1898 wurde in der Städtischen Baukommission der Vorschlag gemacht, diesen zur Straße auszubauenden Feldweg Kohl- oder Krautstraße zu benennen. Am 13. Juli 1898 entschloss man sich zu dem Namen Krautstraße.

Diese Überlegungen wegen der Namensgebung lassen erkennen, dass, wie der Heimatforscher Wilhelm Meyer-Markau 1907 noch aus eigener Kenntnis sagt, die Krautstraße über früheres Ackerland führte.

Im Adressbuch von 1899 wird die Krautstraße noch als unbebaut ausgewiesen. Ein Jahr später werden die drei Häuser Nr. 24, 26 und 28 aufgeführt, in denen Arbeiterfamilien wohnen, deren Eigentümer aber ebenfalls Arbeiter sind. Das Adressbuch von 1902 lässt erkennen, dass nunmehr die Krautstraße auch über den Sternbuschweg bis zur Wildstraße durchgeführt wurde.

Wie aus den Amtlichen Mitteilungen der Stadtverwaltung Duisburg vom 21. August 1923 hervorgeht, wurde „der Straßenzug zwischen Rheinbaben- und Grabenstraße mit Krautstraße“ benannt. Diese Benennung hat in den Duisburger Adressbüchern keinen Niederschlag gefunden. Nach Stadtplänen vor dem II. Weltkrieg ergibt sich, dass damals eine Fußgängerverbindung in Verlängerung der Krautstraße auf die seinerzeit wesentlich längere und auf die Wegner-/Kommandantenstraße zulaufende Rheinbabenstraße hin geschaffen worden war.

Durch Kriegszerstörungen und hieraus resultierende Neubaumaßnahmen ist dieses seit 1923 bestehende Straßenstück wieder weggefallen und die - seit 1901/02 bestehende - Verbindung von Wild- und Grabenstraße ist demgemäß auch die heutige Krautstraße. 

Kreutzerstraße

Die Kreutzerstraße verbindet die Mozart- mit der Richard-Wagner-Straße und gehört zu der zwischen 1927 und 1930 errichteten „Einschornsteinsiedlung“ (s. unter Gabrielstraße).
Ihr Name wurde in der Sitzung des Städtischen  Tiefbauausschusses vom 2. Juli 1928 festgelegt, die Fluchtlinien am 1. Oktober 1928.

Welcher Künstler der Straße seinen Namen gegeben hat, ließ sich nicht sicher feststellen. In Frage kommen Konradin Kreutzer (Meßkirch/Baden 22.11.1780 - 14.12.1849 Riga), Komponist, Kapellmeister und u. a. Musikdirektor in Köln 1840-1842, der u. a. durch die Vertonung von Uhlands Balladen und Liedern bekannt wurde, und der Franzose Rodolphe Kreutzer (1766-1831), Dirigent, Geiger und Musikpädagoge in Paris, dem Ludwig van Beethoven 1803 seine Violinsonate op. 47, A-Dur, widmete, die so genannte „Kreutzersonate“. 

Kruppstraße

Am 19. September 1921 erhielt die Zufahrtsstraße vom Kalkweg zum Stadion den Namen „Kruppstraße“. Im gleichen Jahr wurde die Straße bis zum „Verbindungsweg entlang dem Bahndamm in der Wedau“ (der späteren Masurenallee) fertiggestellt.

1937 war die ganze Straße bis zur Koloniestraße voll ausgebaut. Im April dieses Jahres wurde die Endhaltestelle der Linie 3E von der Koloniestraße in die Kruppstraße verlegt, da die Koloniestraße als Zufahrt zur Reichsautobahn damit nicht belastet werden sollte.

Im Jahre 1919 hatte die Firma Krupp ein etwa 100 Hektar großes Waldgelände in Wedau, auf dem durch Ausbaggerung von Sand und Kies in den vorangegangenen Jahrzehnten drei Seen mit einer Fläche von etwa 50 Hektar entstanden waren, der Stadt Duisburg überlassen. In einem zwischen Oberbürgermeister Dr. Karl Jarres und den Vorstandsmitgliedern der Friedrich Krupp AG. Essen, Heinrich Vielhaber und Friedrich Klönne, unterzeichneten Vertrag vom 31. Juli 1919 vermietete die Firma Krupp auf die Dauer von dreißig Jahren für einen symbolischen Mietzins von 100 Mark das Wedau-Gelände an die Stadt.

„Die Stadt Duisburg beabsichtigt, für das Erholungsbedürfnis ihrer Einwohner in der bei der Stadt gelegenen Wedau größere Anlagen, darunter insbesondere ein Stadion und ein Strandbad zu schaffen. Die Friedrich Krupp AG in Essen, der ein großes Gelände in der Wedau gehört, ist bereit, die Stadt in diesen Bestrebungen zu unterstützen.“

1931 ging das gesamte „gemietete“ Gelände in städtischen Besitz über.

Bei der Benennung der anzulegenden Straßen sowie der Seen griff man auf Namen der Familie Krupp zurück. Der Margaretensee nach der Ehefrau Friedrich Alfred Krupps, Berta- und Barbarasee wurden nach seinen beiden Töchtern benannt.

Lenaustraße

In Fortsetzung der Wildstraße, die, von Südwesten kommend, auf die Kammerstraße stößt, verbindet die Lenaustraße die Kammerstraße mit der parallel zu ihr nördlich verlaufenden Nettelbeckstraße.

Wie noch aus dem Duisburger Adressbuch von 1931 ersichtlich, war Ende der zwanziger Jahre geplant gewesen, im Bereich der Neumühler Straße (Obermeiderich) eine Lenaustraße auszubauen, die damals noch als „unbebaut“ bezeichnet wird.

 Da bereits am 8. Mai 1929 in Neudorf im Anschluss an die dort schon vorhandenen, nach Dichtern und Schriftstellern benannten Straßen die Lenaustraße ihren Namen erhalten hatte, deren erstes Haus (Nr. 45) 1930 bereits stand, wurde im Mai 1931 durch den Wohnungs-Verein zu Duisburg als Eigentümer dieses Hauses mit Erfolg der Antrag gestellt, die gleiche Benennung für die Meidericher Lenaustraße fallen zu lassen. Das folgende Adressbuch von 1933 bringt dann nur - und zum ersten Mal - den Namen Lenaustraße für Neudorf.

Nikolaus Lenau, eigentlich Nikolaus Niembsch Edler von Strehlenau (Csatád/Ungarn 13.8.1802 - 20.8.1850 Oberdöbling bei Wien) war der bedeutendste österreichische Lyriker des 19. Jahrhunderts. Als politischer Dichter trat er für Fortschritt, politische und religiöse Freiheit ein. Seine Lyrik ist stark geprägt von den Themen Einsamkeit, Schwermut und Vergänglichkeit. Besonders bekannt geworden sind „Der Postillion“ und seine „Waldlieder“. 

Lerchenpfad

Der Lerchenpfad gehört noch zu den Wegebezeichnungen des Duisburger Stadtwaldes. Dort zieht er sich auf der Ostseite der Autobahn A3 in deren unmittelbarer Nähe und parallel zu ihr von Süden nach Norden hin. Im Süden beginnt er bei dem von Westen nach Osten führenden Waldweg „Berg und Tal“ - dort setzt ihn der Krähenpfad nach Süden fort - und läuft im Norden westlich vom Eselsbruch an der Brücke aus, die als Fortsetzung des Wolfsburgweges über die Autobahn führt.

Über das genaue Alter des Namens dieses Pfades ist nichts bekannt. Auf einer undatierten, zeitlich vor 1936 einzuordnenden Karte des Duisburger Waldes kommt er bereits vor, allerdings in der Schreibung mit ä als Lärchenpfad, wodurch an diese besondere Gattung von zur Familie der Kiefem gehörigen Nadelhölzern erinnert werden sollte. Wann - vielleicht in Anlehnung an die Lerchenstraße (s. dort) aus dem ä ein e wurde, ist unbekannt. In Adressbüchern kommt der Weg, da unbebaut und nur der Ortsbestimmung im Duisburger Wald dienend, nicht vor. 

Lerchenstraße

Die Lerchenstraße beginnt an der Mülheimer Straße (zwischen Manteuffel- und Gustav-Freytag-Straße), schneidet die Bismarckstraße und stößt gegenüber der Flurstraße auf die Grabenstraße.

Aus einer kurzen Notiz in den Akten des Stadtarchivs Duisburg geht hervor, dass erste Baufluchtlinien für die Lerchenstraße am 6. September 1898 festgelegt wurden. Doch zogen sich die Verhandlungen über den beabsichtigten Verlauf der Straße noch bis zum 6. April 1909 hin, als die Stadtverordneten-Versammlung abschließend die Fluchtlinien endgültig festlegte.

Somit konnten die Bauarbeiten beginnen, und die Straße erscheint folgerichtig zum erste Mmal im Duisburger Adressbuch von 1910, als das erste Haus, die Nr.4, steht. Im darauf folgenden Adressbuch finden sich dann schon die Häuser 4, 6, 8 und 10 sowie die Nr. 9.

Der Heimatforscher Wilhelm Meyer-Markau kannte das frühere Gelände, durch das die Straße sich nun hinzog, noch aus eigener Anschauung und beschrieb es als das, „wo früher auf Feld und Heide die Lerche sang“.

Es ist anzunehmen, dass es damals von diesem bekannten Singvogel dort mindestens noch die drei als Feld-, Heide- und Haubenlerche bekannten Arten gegeben hat. 

Liliencronstraße

Zwischen Stembuschweg und Grabenstraße stellt die Liliencronstraße die Verbindung her und mündet dort mit leichter Verschiebung in die Haroldstraße. Erst seit der Bekanntmachung vom 9. April 1939 in der National-Zeitung besteht der Name Liliencronstraße. Vorher, und zwar seit einem Beschluss der Stadtverordneten vom 14. April 1908, hatte sie Freiligrathstraße (nach dem Dichter Ferdinand Freiligrath, 1810-1876) geheißen, und es war sogar geplant gewesen, sie über den Sternbuschweg hinaus bis zur Gneisenaustraße zu führen, was jedoch unterblieb. Die Umbenennung erfolgte im Zuge der Beseitigung von mehreren gleichen Namen im Stadtgebiet.

Der Dichter und Schriftsteller Detlev Fahr. von Liliencron (Kiel 3.6.1844 - 22.7.1909 Alt-Rahlstedt bei Hamburg) ist durch seine Lyrik bekannt geworden, die, durch den Zeitgeist geprägt, Themen aus dem Bereich Schlacht und Soldatenleben, Seefahrt und Jagd, Adel und Liebe in impressionistischer Weise behandelt, wobei ein gewisser Sinn für Humor nicht verloren geht. 

Lortzingstraße

In dem rechts und links der Koloniestraße entstandenen Musiker- oder Komponistenviertel hat auch die Lortzingstraße ihren Platz.

Im Zuge der Beseitigung gleicher Straßennamen in verschiedenen Stadtteilen der 1905 aus den Städten Duisburg, Ruhrort und Meiderich zusammengewachsenen Großstadt Duisburg wurde die Verbindung der Koloniestraße zu der parallel am Alten Friedhof vorbeiführenden Waldstraße, die Kastanienallee hieß, im Jahre 1909 in Mendelssohnstraße umbenannt, vermutlich nach dem Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847).

Seit dem 5. Oktober 1935, als während des Dritten Reiches auch Straßennamen „arisiert“ wurden, heißt die Straße Lortzingstraße.

Der Komponist Albert Lortzing (Berlin 23.10.1801 - 21.1.1851 Berlin) war u. a. 1846 bis 1848 als Kapellmeister in Wien und von da an in Berlin tätig. Er war ein Meister der volkstümlichen deutschen Spieloper, dem die Werke „Zar und Zimmermann“, „Wildschütz“ und „Undine“ zu verdanken sind. 

Lotharstraße

Die Lotharstraße führt von der Mülheimer Straße in südlicher Richtung am Waldrand entlang zur Koloniestraße, auf die sie in Höhe der Bahnlinie Speldorf-Lintorf trifft. Bis in die dreißiger Jahre endete sie an dieser Bahnunterführung und wurde auf der anderen Seite vom Rehweg fortgesetzt.

Ihr Verlauf ist bereits auf der Katasterkarte von 1824 eingezeichnet. Sie wird im Adressbuch von 1867 als „Weg am Duisburger Wald vom Freischütz zur Colonie“ und 1872 als „Weg von der Mülheimer Chaussee längs dem Walde zum Schimkes-Wege“ (heutige Kammerstraße) bezeichnet. Der Name erscheint erstmals im Adressbuch von 1879. Damals führte die Lotharstraße von der Mülheimer Straße zum Speldorf-Lintorfer Bahndamm.

Der Name der Straße erinnert an den deutschen König Lothar lll. (1125-1137), der 1129 in Duisburg weilte und einen Streit zwischen den Einwohnern Duisburgs und dem Verwalter des königlichen Forstes, Herzog Walram von Limburg, vor seinem Gericht in Duisburg beendete. Den Duisburger Bürgern wurde erlaubt, im Wald nach ihrem Bedarf Steine zu brechen. Die hierüber ausgestellte Urkunde ist die älteste, die im Stadtarchiv Duisburg vorhanden ist.

Ludgeriplatz

Allen Duisburger Stadtplänen, besonders denen der letzten Jahrzehnte, ist gemeinsam, dass die Klöckner-(Ost-)Straße im Bereich westlich der Ludgerikirche und der ebendort liegende Ludgeriplatz nicht eindeutig gegeneinander abgegrenzt sind, sondern, wie auch in der Wirklichkeit, ineinander übergehen.

Im Zusammenhang mit dem Wunsch, den die katholische Kirchengemeinde am 24. März 1888 wegen des Namens der Ludgeristraße geäußert hatte, war auch zum Ausdruck gebracht worden, daß der Platz um die Kirche selbst Ludgeriplatz genannt werde (s. u. Ludgeristraße).

Hinsichtlich des gesamten freien Platzes, speziell nach Westen, auf die Oststraße zu, auf dem die Stadt schon damals einen Markt plante, kam es wegen des Ankaufs einzelner Parzellen zu keiner Einigung mit der Kirchengemeinde. Deren Areal um die Ludgenkirche herum, im wesentlichen in der Verlängerung der Ludgeristraße gelegen, erhielt den Namen Ludgeri-Kirchplatz und erscheint mit umbauten Häusern unter dieser Bezeichnung erstmalig im Duisburger Adressbuch von 1896.

Die der Stadt gehörigen Grundstücke von der Oststraße an (dort, wo sie nach Südosten abknickt) bis zum Ludgenplatz scheint zunächst als unbebautes Gelände namenlos geblieben und als Anhängsel an die Oststraße betrachtet worden zu sein. Doch mit Beginn von Baumaßnahmen im Jahre 1901 musten auch diese Parzellen einen Namen erhalten. Und so erscheinen sie im Adressbuch von 1902 erstmalig als Ostplatz, wo sich damals als erstes das Haus Nr. 13 befand.

In den folgenden Jahren ergaben sich bei Zunahme der Bebauung des Ostplatzes mit Bezug auf den benachbarten Ludgerikirchplatz „zahlreiche Verwechslungen“, bei denen „selbst die Briefträger“ sich zuweilen irrten. Hierauf wies am 8. November1909 der Kaufmann Siegmund Amberg, Inhaber der bedeutenden Getreidefirma Amberg & Klestadt hin, der am Ostplatz 15 wohnte. Da nur 4 Häuser eine andere Straßen- und Nummernbezeichnung bekommen mussten, kam die Duisburger Stadtverwaltung dem Wunsche Ambergs nach, indem die Städtische Baukommission in ihrer Sitzung vom 14. Februar 1910 dem Ostplatz und dem Ludgerikirchplatz den gemeinsamen Namen Ludgeriplatz gab. Zur Herkunft des Namens Ludgeriplatz s. unter Ludgeristraße. 

Ludgeristraße

Die Ludgeristraße beginnt an der Mülheimer Straße und führt - etwas westlich versetzt gegenüber der nördlich dort einmündenden Hansastraße - auf die Ludgenkirche zu, die sie im Osten umschließt, während im Westen die Klöckner-(Ost-)Straße mit Ludgeriplatz an die Kirche stößt.

Mit Schreiben vom 24. März 1888 an Oberbürgermeister Karl Lehr bekundete die katholische Kirchengemeinde ihre Absicht, „in Neudorf eine neue Kirche zu errichten“. Dabei legte sie Wert darauf, dass die auch heutzutage noch so heißende Ludgeristraße diese Bezeichnung mit Hinblick auf den Namen der neuen Kirche erhalten solle. „Der Platz um dieselbe“ werde „also naturnothwendig Ludgeri-Platz heißen“ müssen. Am 21. Juli 1988 stimmte die Stadt dem Vorschlag zu, die „von der Mülheimer Straße direkt auf die neue Kirche hinführende Straße“ Ludgeristraße zu nennen.

Zum Ludgeriplatz und seiner Gestaltung s. dort.

1889/90 entstand die Ludgerikirche zunächst als Notkirche, an deren Stelle 1898 die heutige Kirche trat, eine neugotische dreischiffige Basilika.

Der Heilige Ludger oder Liudger (Friesland um 744 - 26.3.809 Billerbeck/Westf.) war der erste Bischof von Münster. Seine Bedeutung liegt in der Missionierung Frieslands und der Gründung des Klosters, der späteren Reichsabtei, Werden (heute zu Essen).  

Lützowstraße

Die zunächst Jägerstraße genannte Lützowstraße verbindet die Mülheimer mit der Kettenstraße. Seit 1896 wurden Verhandlungen von Vertretern der Zeche Neu-Duisburg und anderen Unternehmern mit der Stadt Duisburg wegen der Erschließung des Geländes geführt. Die Offenlegung der Pläne und der Ausbau der 156 Meter langen Straße erfolgten seit 1898. In demselben Jahr kommt auch erstmals die Bezeichnung Jägerstraße vor, ohne dass erklärt wird, was zu dieser Namengebung geführt hat.

Im Zuge der Umbenennungen nach dem Zusammenschluss der Städte Duisburg, Meiderich und Ruhrort 1905 erhielt sie nach 1908 den Namen Lützowstraße, da es in Meiderich ebenfalls eine Jägerstraße gab.

Adolf Freiherr von Lützow (Berlin 18.5.1782 - 6.12.1834 Berlin) war preußischer Reiteroffizier und Freischarführer in den Freiheitskriegen. Im Februar 1813 bildete er aus nichtpreußischen Freiwilligen das Lützowsche Freikorps (Schwarze Schar), in das u. a. Theodor Körner, Ludwig Jahn, Josef von Eichendorff und viele Studenten begeistert eintraten. Am 17. Juni 1813 wurde das Korps von den Franzosen in Kitzen (in der Nähe von Leipzig) aufgerieben.

Manteuffelstraße

Die 1891 gegründete „Duisburger Buntweberei Kohlstadt & Crone“ beantragte im Jahre 1903 die Errichtung einer neuen Straße, um eine Verbindung ihrer Produktionsstätte an der Bismarckstraße mit der Mülheimer Straße herzustellen. Für Anlegung und Ausbau dieser Straße stellte das Unternehmen der Stadt Duisburg die Summe von 25.000 Mark „zum sukzessiven Abruf“ nach Bedarf zur Verfügung.

Nach Vorstellung der Firma sollte die nur 145 m lange Straße mit Vorgärten (um ein „villen-straßenartiges Aussehen zu erreichen“) und 52 Rotdorn-Bäumen ausgestattet werden und den Namen Roonstraße erhalten. Am 4. Oktober 1904 stimmte die Städtische Baukommission diesem Vorschlag zu.

Nach dem Zusammenschluss der Städte Duisburg, Ruhrort und Meiderich im Jahre 1905 erfolgte nach 1908 wegen der in Meiderich ebenfalls vorhandenen Roonstraße die Umbenennung in Manteuffelstraße.

 Damit wurde anstelle des preußischen Generalfeldmarschalls Graf Albrecht von Roon (1803 - 1879) des Freiherrn Edwin von Manteuffel (Dresden 24.2.1809 - 17 6.1885 Karlsbad) gedacht, ebenfalls eines preußischen Generalfeldmarschalls, der seit 1857 Chef des preußischen Militär-Kabinetts und nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 erster Statthalter im Reichsland Elsaß-Lothringen war.  

Margaretenstraße

Die Margaretenstraße führt von der Kruppstraße an Stadion, Schwimmstadion und Eissporthalle vorbei zur Friedrich-Alfred-Straße.

Seit Ende der achtziger Jahre wird hier die Sportschule Duisburg-Wedau/Landes- und Bundesleistungszentrum gebaut.

Die seit 1926 bestehende Straße wurde benannt nach der Ehefrau Friedrich Alfred Krupps, Margaret(h)e Krupp geb. Freiin v. Ende (geb. 15.3.1854, gest. 24.2.1931).

1912 ernannte die Stadt Essen sie zur Ehrenbürgerin. Sichtbarstes Zeichen ihres Wirkens sind verschiedene Stiftungen, mit deren Hilfe am Westrand von Essen-Rüttenscheid der Stadtteil Margarethenhöhe entstanden ist (s. a. Kruppstraße). 

Masurenallee

Die früher„Schwarzer Weg“ genannte Straße führt von der Kruppstraße aus an Barbarasee, Regattabahn, Bundesbahnausbesserungswerk Wedau und Wedauer Brücke sodann als einseitig bebaute Straße am Stadtteil Wedau vorbei, verläuft dann parallel zu Eisenbahnlinie und Masurensee und endet hinter dem Haltepunkt Duisburg-Wedau-Entenfang an der Straße Lintorfer Waldweg in der Heltorfer Mark.

Im Dezember 1930 beschloss die Stadtverwaltung, diesen Weg, der zu dieser Zeit von der Eisenbahnwerkstätte (wie das Bundesbahnausbesserungswerk damals hieß) zur Kruppstraße führte, durch „Wohlfahrtserwerbslose“ mit Material von den Ausbaggerungen an der Regattabahn anschütten zu lassen. 1932 wurde der Weg befestigt und im August war der Ausbau des „Schwarzen Weges“ beendet.

Als Zufahrt zur Reichsautobahn gewann der Teil des Weges zwischen Ausbesserungswerk und Wedauer Straße an Bedeutung. Hier wurden Ende der dreißiger Jahre Rad- und Fußwege angelegt.

Im September 1939 legte der Bauverein Wedau Anträge auf Kanalisierung für im Bau befindliche Häuser an der Masurenallee zwischen Wedauer und Speldorfer Straße (heute Am See) vor. Bei den Neubauten handelte es sich laut Angaben des Bauvereins „um Vierjahresplanbauten, die aus Gründen der Landesverteidigung fertig gestellt werden müssen“.

Die im März 1937 erfolgte Umbenennung in Masurenallee soll darauf zurückzuführen sein, dssß dieses wald- und seenreiche Gebiet Duisburgs an die ostpreußische Landschaft Masuren erinnert.

Diese Landschaft Masuren mit gleichnamiger Urbevölkerung wurde seit dem 14. Jahrhundert durch den Deutschen Orden und die preußischen Herzöge kolonisiert. Im I. Weltkrieg wurden hier unter Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg zwei Schlachten gegen die eingedrungene russische Armee siegreich entschieden.
Auch die Erinnerung daran hat damals offensichtlich zur Benennung der Straße beigetragen. 1920 hatte sich übrigens die masurische Bevölkerung zu 97,5 Prozent für den Verbleib beim Deutschen Reich ausgesprochen. Seit Ende des II. Weltkrieges gehört Masuren zu Polen.  

Max-Reger-Straße

Die Max-Reger-Straße verbindet die Gneisenaustraße mit der Lotharstraße, parallel zur nördlich davon verlaufenden Finkenstraße.

Auf Vorschlag der Max-Reger-Gesellschaft in Leipzig sollte anlässlich des 6. deutschen Reger-Festes in Duisburg im Juni 1928 eine Straße nach Max Reger benannt werden. Sie fand sich in der 1928/29 erbauten Siedlung des Gemeinnützigen Bauvereins Duisburger Kriegsbeschädigter. Durch Beschluss des Städtischen Tiefbauausschusses vom 2. Juli 1928 erhielt die Straße ihren Namen.

Der Komponist Max Reger (Brand/Fichtelgebirge 19.3.1873 - 11.5.1916 Leipzig) war von 1901 bis 1907 Theorielehrer in München, ab 1907 Universitätsmusikdirektor und Kompositionslehrer in Leipzig, ab 1911 war er gleichzeitig Hofkapellmeister in Meiningen. Max Reger hat der Orgel- und Kammermusik in Deutschland zu neuem Ansehen verholfen. Von 1907 bis 1915 war Reger mehrfach in Duisburg aufgetreten. 

Memelstraße

Die Memelstraße ist eine der Verbindungen von der Mülheimer zur Grabenstraße. Nach Norden ist ihre Verlängerung die Bechemstraße, im Süden endet sie an der Grabenstraße etwas nördlich der Hessenstraße.

Unter dem Namen Zechenstraße führte sie, erstmals im Duisburger Adressbuch von 1880 nachgewiesen, zunächst von der Mülheimer Straße bis zur Bismarckstraße. Schon um 1907 wurde der Ausbau der Zechenstraße bis zur Grabenstraße beabsichtigt, der offenbar um 1924 beendet war, denn erst im Adressbuch von 1925/26 wird die Zechenstraße in dieser Gesamtlänge aufgeführt.

Bei der ersten Nennung des Straßennamens 1880 wird die Lage der Straße beschrieben als „längs der Zeche Neu-Duisburg“. Damit wird an die in diesem Bereich ab 1854 konsolidierte Steinkohlenzeche erinnert, deren Förderung jedoch über wiederholte Anfänge nicht hinausgekommen war.

Nachdem - vermutlich schon seit längerer Zeit - von den Anwohnern der Zechenstraße, wie es in einem Schreiben vom 12. Februar 1935 heißt, „mehrfach der Wunsch der Beseitigung dieser Bezeichnung geäußert“ worden war, da in der Öffentlichkeit ein falscher Eindruck über ihr Wohngebiet und sein Umfeld entstehen konnte, nahm man die Anregung des Memellandbundes, Gruppe Rheinland-Westfalen, auf und benannte die Zechenstraße mit Wirkung vom 11. März 1935 in Memelstraße um, wodurch die Erinnerung an den östlichsten Teil des Deutschen Reiches wach gehalten werden sollte, der laut Versailler Friedensdiktat von Deutschland abgetrennt, 1923 von Litauen besetzt, am 22. März 1939 an das Reich zurückgegeben wurde und nach dem II. Weltkrieg an die Litauische Sowjetrepublik kam.  

Mörikestraße

Durch den Bebauungsplan von 1911 wurde die Mörikestraße, die von der Gneisenaustraße in östlicher Richtung verläuft und im rechten Winkel auf die von Süden kommende Andersenstraße stößt, festgelegt. Als Name wurde in der Sitzung der Städtischen Baukommission vom 7. Oktober 1912 zunächst auf Vorschlag des Beamtenwohnungsvereins Sachsenweg gewählt (nach Lothar von Sachsen, dem als Lothar III. bekannten Kaiser, s. a. Lotharstraße).

 Um Verwechslungen mit der Sachsenstraße in Ruhrort zu vermeiden, beschloss die Baukommission in ihrer Sitzung vom 25. August 1916, sie in Heinestraße umzubenennen. Die Vorschläge des Beamtenwohnungsvereins, Nettelbeck- oder Martastraße, wurden verworfen. Da man kurze Zeit später aber feststellte, dass es in Meiderich bereits eine unbebaute Heinestraße gab, erfolgte am 12. September 1916 die Umbenennung in Mörikestraße. Erst 1922/23 wurde mit der Bebauung durch den Beamtenwohnungsverein begonnen.

Der Dichter Eduard Mörike (Ludwigsburg 8.9.1804 - 4.6.1875 Stuttgart) war bis 1843 Pfarrer und von 1851 bis 1866 Literaturlehrer am Stuttgarter Katharineum. Er wurde bekannt durch seine Gedichte, Romane, Märchen und Novellen. 

Mozartstraße

Die Mozartstraße verbindet die Kolonie- mit der Lotharstraße.

Ihre Baufluchtlinien wurden in der Ratssitzung vom 1. März 1904 festgelegt. Ihren Namen erhielt sie in der Sitzung der Städtischen Baukommission vom 4. Oktober 1904. Die Straße blieb unbebaut, bis der Gemeinnützige Bauverein in Essen hier die „Einschornsteinsiedlung“ erbaute (s. Gabrielstraße).

Wolfgang Amadeus Mozart (Salzburg 27.1.1756 - 5.12.1791 Wien) schuf als Komponist Werke sämtlicher Gattungen: Serenaden, Kammermusik, Sinfonien, Konzerte, Kirchenmusik und Opern wie z. B. „Die Entführung aus dem Serail“ (1781/1782), „Figaros Hochzeit“ (1786), „Die Zauberflöte“ (1791).  

Mülheimer Straße

Ihrem Namen entsprechend führt diese Straße von der Mülheimer Stadtgrenze im Osten (an der Monningstraße) nach Westen und stößt nördlich des Duisburger Hauptbahnhofes unter den Bahngeleisen auf die Königstraße.

Die heutige Mülheimer Straße, zeitweilig in ihrem Verlauf vom Anfang des Duisburger Waldes bis zur Speldorfer Grenze als Mülheimer Chaussee bezeichnet, ist nicht von altersher vorhanden gewesen, sondern sie wurde erst 1834 nach dem Abbruch des Kuhtors angelegt. Erste Anregungen aus der Bürgerschaft von Duisburg und Essen zur Herstellung einer zweckdienlicheren Verbindung als der bisherigen zwischen den beiden Städten werden im Jahre 1815 erkennbar.

Ursprünglich hieß die gesamte Straßenverbindung vom Duisburger Kuhtor in Richtung Mülheim Speldorfer oder auch Mülheimer Straße, wobei der „Buchenbaum“ mit einbezogen war. Auf dem Stadtplan des Johannes Corputius von 1566 wird der erste Teil, der 1850 zur Königstraße wird, ganz allgemein der „Weg nach Essen“ genannt.

Die in früherer Zeit am meisten benutzte Straße nach Mülheim ging nicht vom Kuhtor aus. Sie begann vielmehr am Stapeltor und führte im Zuge der heutigen Kardinal-Galen-Straße durch den Wald am Schnabelhuck vorbei nach Schloß Broich.

Als 1834 die neue Verbindung nach Mülheim (unter Einbeziehung der heutigen Königstraße) geschaffen worden war, wurde die Straße Am Buchenbaum zur Nebenstraße. Die Mülheimer Straße selbst wurde um die Mitte des vorigen Jahrhunderts mit Ulmen bepflanzt und entwickelte sich zu einem vornehmen Villenviertel.

Verwaltungsmäßig trennt die Mülheimer Straße die Stadtteile Duissern (im Norden) und Neudorf (im Süden). 

 

Nachtigallental

Der Waldweg Nachtigallental liegt nördlich der Eisenbahnstrecke nach Mülheim und folgt ihr von der Autobahn A3 bis zum Grenzweg an der Stadtgrenze nach Mülheim.

Er ist bereits auf einem Stadtplan von 1878 verzeichnet, aber erst 1925 erscheint der Name erstmals auf einem Stadtplan.

Die Nachtigall ist ein Singvogel, der zur Drosselgruppe der „Erdsänger“ gehört. Ihr Winterquartier ist das tropische Afrika. 

Nettelbeckstraße

Die Nettelbeckstraße ist die Verbindung vom Sternbuschweg zur Lotharstraße über die Gneisenaustraße hinweg, an den von Süden kommenden Straßen Schenkendorf- und Lenaustraße vorüber, wobei zuletzt die Eichendorffstraße durchquert wird. Die Fortsetzung der Nettelbeckstraße (nach Nordwesten) über den Sternbuschweg hinaus ist der Schemkesweg.

Die Straße entstand je nach der Bebauung in verschiedenen Abschnitten.

In den Akten taucht der Name der Straße zum ersten Mal am 18. Januar 1929 im Zusammenhang mit beabsichtigten Baumaßnahmen des Duisburger Wohnungsbauvereins auf. Die erste Erwähnung im Adressbuch findet sich 1930 mit einigen - noch namenlosen - Neubauten. 1931 werden dort die ersten 7 bewohnten Häuser genannt, deren Eigentümer der Wohnungsbauverein Duisburg, Sitz Akazienhof, ist.

Zur gleichen Zeit gibt es in Hamborn-Schmidthorst eine Nettelbeckstraße.

Joachim Nettelbeck (Kolberg/Pommern 20.9.1738 - 29.1.1824 Kolberg), zunächst Seemann, dann Brauer, der sich schon 1761 bei der Belagerung Kolbergs durch die Russen ausgezeichnet hatte, verteidigte seine Vaterstadt als Bürgeradjutant zusammen mit dem preußischen Heerführer von Gneisenau (s. Gneisenaustraße) 1807 erfolgreich gegen die Franzosen. Für seine Verdienste erhielt er verschiedene Ehrungen durch den preußischen König. 

Neudorfer Markt

An der Ostseite der Neudorfer Straße, nördlich von der Bismarckstraße, südlich von der Seilerstraße und im Osten, gegenüber der Christus-Kirche, von der Hebbelstraße begrenzt, liegt der Neudorfer Markt.

Die Anlage dieses (neuen) Marktes wurde am 14. Juli 1891 in der Duisburger Stadtverordneten-Versammlung beschlossen. Ein Ausbau des Marktplatzes konnte erst im Jahre 1893 beginnen, nachdem gerichtliche Entscheidungen wegen Grundstückseinsprüchen einzelner alteingesessener Neudorfer Bürger erreicht worden waren. 

Neudorfer Straße

Hinter der Eisenbahnunterführung, gegenüber dem „Haus Königsberg“ bzw. am Verwaltungsgebäude der Firma Klöckner, wo auch die Mülheimer Straße ihren Anfang nimmt, beginnt die Neudorfer Straße, führt zunächst parallel der Bahn nach Süden, wo sie auf die Neue Fruchtstraße stößt. Dort wendet sie sich in leichtem Bogen in südöstliche Richtung, bis sie zusammen mit der Grabenstraße auf die Koloniestraße trifft.

Bis über die Mitte des vorigen Jahrhunderts hinaus wurde die Neudorfer Straße der „Weg“ oder die „Heergasse nach Neudorf“ genannt. Im Jahre 1868 wurde dieser Weg „chausseemäßig ausgebaut“. In den folgenden Jahren kommen die unterschiedlichsten Bezeichnungen in den Akten im Stadtarchiv Duisburg vor, so 1870 und 1871 Heergasse nach Neudorf, 1872 Weg nach Neudorf (Heerstraße).
Im gleichen Jahre 1872 wird im Duisburger Adressbuch zum ersten Mal klar unterschieden zwischen der „Heergasse nach dem Grunewald“ und der„Heergasse nach der Colonie“. Mit der ersteren war die heutige Heerstraße, mit der letzteren die jetzige Neudorfer Straße gemeint. So blieb es bis 1876, dann erhielt die spätere Heerstraße den Namen Heergasse (ohne Zusatz), während die in Neudorf verlaufende Straße weiter mit dem Zusatz „nach der Colonie“ erschien. 1877 ändert sich bei beiden nur, dass aus der Heergasse jeweils die Heerstraße wird, vermutlich weil beide nach Düsseldorf führenden Straßen eine entsprechende Verbreiterung und Pflasterung erhalten hatten.

Ab 1879 können keine Verwechslungen mehr vorkommen; denn von nun an steht der in den Adresbüchern genannten, „vom Marientor (am Siechenhaus vorbei) bis zum Grunewald an der Düsseldorfer Straße“ führenden Heerstraße die nun erstmalig genannte Neudorfer Straße (als die ehemalige Heergasse nach Neudorf) gegenüber, die hier klar ausgewiesen „von der Mülheimer Chaussee bis zur Coloniestraße“ verläuft.

Während es in einem verbesserten (!) Nachtrag zum Adresbuch 1879 heißt, daß diese Straße „von der Wanheimer(!) Straße bis zur Colonie“ Neudorfer Straße heiße und dieser Fehler bis zum Adressbuch von 1886 mitgeschleppt wird, wird dann ab 1887 die Neudorfer Straße wieder richtig als „von der Mülheimer Straße bis zur Kolonie“ und Anfang dieses Jahrhunderts präziser "bis zur Grabenstraße“ verlaufend gekennzeichnet.

Die Benennungen Heergasse und Heerstraße weisen auf den Zweck solcher Straßen hin, nämlich insbesondere Transporte von Truppen und Kriegsmaterial dort vornehmen zu können; in den hier vorliegenden Fällen also in neuerer Zeit bei Konflikten zwischen dem brandenburg-preußischen Herzogtum Kleve und dem wittelsbachischen Herzogtum Berg. 

Neue Fruchtstraße

Die Neue Fruchtstraße ist die kurze, östlich der Eisenbahnunterführung beginnende nördliche Verbindung von der Koloniestraße zur Neudorfer Straße (parallel zur Bundesbahn).

Der Name läßt vermuten, dass es auch eine „alte“ Fruchtstraße gibt oder gegeben hat. In der Tat bestand seit ihrer Anlage und Benennung im September 1900 bis zum Jahre 1954 eine Fruchtstraße, die zwar auch, und damals unmittelbar an die Eisenbahnunterführung anstoßend, an der bis an diese durchgezogenen Otto-Keller-Straße begann und, in schräger, d. h. nordöstlicher Richtung verlaufend, an der gleichen Stelle wie heute die Neue Fruchtstraße auf die abknickende Neudorfer Straße stieß.

Im Zuge der Wiederaufbaumaßnahmen nach dem II. Weltkrieg und der dadurch gelegentlich veränderten Baufluchtlinien von Straßen genehmigte der Rat der Stadt Duisburg in seiner Sitzung vom 17. Oktober 1952 den Namen dieser im Bereich der ehemaligen Fruchtstraße gelegenen Neuen Fruchtstraße.
Das erste Duisburger Nachkriegsadressbuch, das wieder ein Straßenverzeichnis bringt, das von 1956, führt, nachdem die Fruchtstraße am 25. Juni 1954 offiziell aufgehoben war, demnach die Neue Fruchtstraße auf, läßt aber unter „Fruchtstraße“ erkennen, das noch ein der Bundesbahn gehörendes Haus (die Nr. 6) im Bereich dieser ehemaligen Straße vorhanden war, das bei Herausgabe des nächsten Adressbuchs 1959 nicht mehr existierte.

Der Name Fruchtstraße erklärt sich dadurch, dass sie früher als Fahrweg durch Ackerland führte, auf dem Getreide stand, wofür der Sammelname „Frucht“ gebräuchlich war. Außerdem gelangte man auf diesem Wege zu der 1821 auf der Neudorfer Heide errichteten und nach einem späteren Besitzer als Erbslöh-Mühle bezeichneten Mühle, in der noch bis zum Ende des 1. Weltkriegs Getreide gemahlen wurde.
Diese unter Denkmalschutz gestellte und seit 1919 auf dem von der Reichsbahn gekauften Gelände stehende Mühle, deren Rumpf noch Anfang der vierziger Jahre vorhanden war, wurde im II. Weltkrieg fast ganz zerstört, so dass die Reste der Ruine 1955 abgetragen worden sind. 

Nibelungenstraße

Genau in der Mitte zwischen Koloniestraße und Waldstraße und parallel hierzu verläuft die Nibelungenstraße von der Wildstraße bis zur Straußstraße bzw. in den Straußplatz hinein.

Im Duisburger Adressbuch von 1908 taucht die Nibelungenstraße zum ersten Mal als „unbebaut“ auf. Es ist daher anzunehmen, daß der Name für die projektierte Straße 1907 festgelegt wurde. Das Gleiche gilt übrigens für die Richard-Wagner-Straße, die damals noch - die spätere Hans-Pfitzner-Straße miterfassend - von der Waldstraße bis zur Lotharstraße geplant war.

Erst Mitte der zwanziger Jahre befasste man sich mit dem Ausbau der Nibelungenstraße, und 1928 finden sich im Adressbuch die ersten sechs Häuser.

Einen Hinweis darauf, weshalb man in diesem Straßenbereich nicht einen weiteren Komponisten als Namenspatron herangezogen hat, gibt es nicht. Vermutlich hat man beim Namen Richard Wagner an dessen allgemein bekanntestes Werk, den „Ring des Nibelungen“ gedacht.

Das um 1200 entstandene Nibelungenlied verarbeitet in einem mittelhochdeutschen Epos verschiedene altgermanische Sagenkreise, v.a. das Siegfried-Brunhild-Motiv und den Untergang des - auch als Nibelungen bezeichneten - Volksstammes der Burgunden am Hof des Hunnenkönigs Etzel.

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