Sportpark Wedau
Es gibt Planungen zur Umgestaltung des Sportparks Wedau (s. Presse). Da der Sportpark - trotz des Namensbestandteils "Wedau" - zu Neudorf gehört, werden Sie hier über den Stand der Planungen und Diskussion auf dem Laufenden gehalten.
Rahmenplan Sportpark Wedau – Nur Visionen oder doch umsetzbar?
Hoch interessante aber auch brisante Aufwertung könnte bis 2015
erfolgen
Duisburg, 06. April 2005 - Mehr als 40 im Sportpark an der Wedau
ansässige Vereine, Politiker, Bürger und Medienvertreter waren der
Einladung der Stadt-Projektentwicklung,
Sportverwaltung, Landschaftsplanern sowie Wasserbau- und
Umwelttechnikern gefolgt, um sich den Rahmenplan Sportpark Wedau
erklären zu lassen.
"Es geht um die erste Stufe des Rahmenplans, darum den Betroffenen
die Planungen zu erläutern, Kritik, Anregungen und Wünsche zu
sammeln, aber auch um die Finanzierung und den zeitlichen Rahmen
abzustecken", erklärte Martin Linne, Leiter Stadtentwicklung. Und:
"Es geht auch um die Errichtung eines Parallelkanals für die hier
2007 stattfindende Kanu-WM – aber auch den Bogen zu spannen vom
Sportpark zum Rheinpark Hochfeld."
"Es sind zunächst Bilder des Rahmenplans, die wir zum Projekt
Sportpark Wedau 2015 vermitteln wollen und um den international
schon guten Ruf des Sportparks neu zu definieren", erklärte der
Vertreter der Landschaftsplaner von der Firma Boyer & Schulze (BSL). Diese
Bilder hatten es in sich. Nach eingehenden Untersuchungen zur
Verkehrsanbindung des Sportparks, den Stellplatzmöglichkeiten und
unter Einbeziehung des Bebauungsplanes 1060 im Neudorfer Süden mit
dem Gelände des von der Bahn AG stillgelegten ehemaligen
Ausbesserungswerkes Duisburg-Wedau. Diese Einbeziehung hatte
grundlegende Bedeutung für die Landschafts- und Verkehrsplaner in
einem Areal von 200 Hektar Größe mit 56 Hektar Wasserfläche.
So
soll die Masurenallee eine echte neue Verkehrsader mit Anbindung des
Sportparks Wedau an die 6-Seenplatte werden. Gedacht ist daran, die
Straße in Südrichtung vom Ende des Barbarasees nicht dem jetzigen
Verlauf zuzuordnen, sondern durch das ehemalige Gelände des
Ausbesserungswerkes hindurch in Richtung 6-Seenplatte zu führen. Ab
der Kurve in Höhe der WSV-Einfahrt wird der westlich gelegene Teil
als völlig neuer Bereich geplant, mit einem möglichen Slalomkanal
und dem VfL Wedau, der ein wenig verlagert werden soll. In diesem
Bereich soll auch die Neuaufforstung des für den geplanten
Parallelkanals wegfallenden Waldbestandes stattfinden. "Rund 10
Hektar Fläche wird auf der westlichen Seite der Regattabahn für den
Parallel- und den Seitenkanal wegfallen. Die Aufforstung soll auf
der östlichen Seite im Bereich des ehemaligen Ausbesserungswerkes
vorgenommen werden", erklärte Horst Linne.
Auch wegen der neuen und aufwändigen Slalomstrecke soll die
unterschiedliche Wasserhöhe zwischen dem Barbarasee und der
Regattabahn ausgeglichen werden. Befürchtungen der dort ansässigen
Wassersport- und Freizeitvereine, dass ihre Flächen überspült werden
könnten, wurden von den Planern nebst Sportamtsleiter Heinz Gerd
Janßen nicht geteilt. "Es wird ein von einer elektronischen
Einrichtung her reguliertes einheitliches Wasserniveau von 30,3
Metern über Null auf beiden Seiten geben", erklärte der
Sportamtsleiter.
Im
Bereich des Ausbesserungswerkes soll aber auch Gewerbe angesiedelt
werden und eine größere Freifläche (Veranstaltungswiese) für zwei
neue Stellplätze (P 9 und P 10 genannt) mit jeweils rund 1.300 bzw.
1.400 Parklätzen errichtet werden. Dies darum, da die Verkehrs- und
Landschaftsplaner eine die komplette Regattabahn überspannende
Brücke planen.
Dieser große Brückenschlag soll den gesamten Sportparkbereich
aufwerten aber auch entlasten, da die Verkehrsführung geändert
werden soll mit neuen Anbindungen an die Auffahrt zur Stadtautobahn
A 59 bzw. eine neue Straße entlang der Bahnlinie
(Trödelmarktbereich) angelegt wird.
Weiterhin ist daran gedacht, den Sportplatzbereich (FC Taxi) an der
Wacholderstraße auch wegen des dreistreifigen Ausbaus in den
Sportpark Wedau zu verlagern, auf dem bisherigen Gelände soll eine
Wohnbebauung erfolgen. Mit einbezogen wurde die Parkplatzsituation
an den Kliniken am Kalkweg, wo in Höhe der Einfahrt zur
Versehrtensportgemeinschaft bzw. dem Club Raffelberg ein neuer
zentraler Parkplatz entstehen soll, der die Gesamtsituation dort
entschärfen könnte.
Auch soll ein neuer Platz mit Treff-Charakter am wichtigen
Startbereich der Regattabahn an der Grenze Neudorfs zu Wedau
angelegt werden.
Im
Sportpark selbst soll im Bereich des jetzigen Biergarten (World
Games Plaza genannt) ein zentraler Mittelpunkt des Sportparks mit
einem Gebäude für die Gastronomie entstehen. Der Schlackenberg
könnte, um ihm überhaupt einer Nutzung zuzuführen, in einen
Mountainbike-Hügel umgestaltet werden, um auch der neuen olympischen
Sportart und dem Trendsport der Jugend gerecht zu werden. Im neuen
Ostbereich an der Masurenallee wird darüber nachgedacht, mit der
Universität zusammen arbeitende Institute anzusiedeln. Die "Neue
Masurenallee" wird die Osttangente zur Verbindung von Sportpark und
6-Seenplatte schlechthin, da mit dem Brückenschlag auch zugleich
eine neue Ost-West-Verbindung entsteht.
"Dieser neue Bereich im Osten der Regattastrecke wird, so von der
Politik gewünscht, eine 1a-Adresse", erklärte der Vertreter der
Landschaftsplaner. Ein neues Logo für den Sportpark Wedau wurde
gleich mit angeboten.
Der Bürgerverein Duisburg-Neudorf stellte auf der Versammlung klar:
"Dies ist eine hochkarätige und hochvisionäre Planung, die in
Deutschland einzigartig wäre, der Stadt Duisburg aber auch allen
Vereinen im Sportpark eine unglaubliche Aufwertung bietet und sehr
hohen Imagetransfer bedeutet. Es gibt aber zwei Knackpunkte. Wie
sieht es erstens mit der Finanzierung aus und kann zweitens allen
Umwelt- und Schutzgemeinschaften vermittelt werden, dass der hohe
Wegfall an Bäumen auch entsprechend kompensiert wird."
Wenn diese beiden Punkte zufrieden stellend geklärt wären, dann muss
so ein Projekt mit allen Kräften unterstützt werden.
Weitere Informationen über den Sportpark Wedau auf den Seiten des Bürgervereins Neudorf:
Bilder Neudorf-Süd: Sportpark Wedau
Die Geschichte des Sportparks
Geschichte der Eissporthalle
Artikel des BV-Vorsitzenden Harald Jeschke über Regattabahn, Sportpark Wedau u.a. zum Download:
- Club Raffelberg zog mit Pauken und Trompeten in den Sportpark Wedau, NRZ 01.07.1996
- Regattabahn war einst ein großes Waldstueck, NRZ 04.07.1996
- Laufbahn wurde für Junioren-EM erneuert, NRZ 05.07.1996
- Faszination Bundesliga im Sportpark Wedau, NRZ 06.07.1996
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