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Mozartschule


22.3.2010: Mozartschule: Beschämend – so der Pate Bürgerverein zum Problem der doch nicht sanierten Toilettenanlagen - Lesen Sie hier eine Stellungnahme des BV Neudorf zu den Fakten und hier die Meinungen der betroffenen Schulkinder




18.4.2008: Projektwoche Zirkus: Die Mozartschule steht Kopf

Eine Schulwoche lang wird an der Gemeinschaftsgrundschule Mozartstraße der normale Stundenplan außer Kraft gesetzt, da der Zirkus kommt.
Der Sponsorenlauf der Kinder der Mozartschulke im vergangenen Jahr hat es ermöglicht, das einwöchiges Projekt "Zirkus" zu finanzieren. Schüler, Lehrer und Eltern der Schule haben sich für diese pädagogische Woche das Thema Zirkus ausgewählt, zu dem Künstler des Zirkus "Pompitz" aus Unna engagiert wurden.

Alle Schüler trainieren gemeinsam in dieser Zeit in jahrgangsübergreifenden Gruppen verschiedene Zirkuskünste, um am Ende eine eigene Zirkusvorstellung zu präsentieren. Die Kinder werden von pädagogisch ausgebildeten Künstlern unterrichtet und studieren die verschiedenen Disziplinen Clownerie, Jonglage, Fakirtechniken, Akrobatik, Lauf Kugelarbeit, Seiltanz und Zauberei ein.
Ein gesondert aufgestellter Stundenplan ermöglicht eine Kombination aus Trainings und Lernzeiten. So steht das Thema Zirkus in den vorgesehenen Trainingszeiten und in den Unterrichtsfächern im Vordergrund.

In dieser Themenwoche erfahren die Kinder das erste Mal die Möglichkeit nicht nur wie es in der Grundschule üblich ist, hauptsächlich von Lehrerinnen, sondern auch von pädagogisch ausgebildeten Männern unterrichtet zu werden.
Höhepunkt der Projektwoche sind vier je dreistündige Zirkusvorstellungen der Kinder, in denen sie ihren Eltern und anderen Gästen die einstudierten Künste präsentieren können.

Die 4 Vorstellungen finden statt am:
1. Freitag, 25.04,2008, 18.00 - 21.00 Uhr
2. Samstag, 10.00 -13.00 Uhr - 14.00 - 17.00 Uhr und 18:00 - 2 1.00 Uhr.




9/2006: Mozartschule - Geschichte und Sorgen

Nachdem die Bevölkerungszahl in Neudorf immer größer wurde, waren die Schulplätze in den Volksschulen - heute "Gemeinschafts-Grundschule mit Schulkindergarten" - nicht mehr ausreichend. Es musste eine neue Volksschule gebaut werden.
Der beste Platz und von vielen gut zu erreichen war das Gelände zwischen Bahndamm und Mozartstraße. 1927 wurden die ersten Pläne für den Schulneubau gemacht. Wie sich herausstellte, würde es ein Millionen teurer Bau werden. Es dauerte noch bis zum Herbst des Jahres 1929, bis man mit dem Bau begann.

Da dachten vielleicht die Wenigsten daran, wie schnell die Hoffnung auf einen Schulneubau zerstört werden sollte. Denn bereits Anfang 1930 musste wegen fehlender Mittel der Baubetrieb eingestellt werden und lediglich die Pläne blieben, nach denen alles auf das Feinste hergerichtet werden sollte. Verschiedentlich hat dann der Schulneubau an der Mozartstraße zur Debatte gestanden, aber stets fehlte die Initiative, den einmal begonnenen Bau fortzuset2en. Der Teil der bereits errichteten Mauern glich den Trümmern eines bereits da gewesenen Neubaues, und schon glaubte keiner mehr daran, dass in Neudorf noch eine Schule errichtet würde.
Durch die tatkräftige Arbeit der Stadtverwaltung, besonders des Stadtrates Rouenhoff war es nun gelungen. Ein Darlehen von der Regierung zu erhalten, so dass die Finanzierung des Schulneubaues an der Mozartstraße Nr. 30 gesichert war. 1930 wurde der Neubau unterbrochen, als man die halbe Höhe des jetzigen Erdgeschosses erreicht hatte. Das Stadtbauamt war von den ersten Plänen abgegangen, hatte aber auf die bereits errichteten Mauern Rücksicht genommen, so dass nur einige Veränderungen vorgenommen werden brauchten. Die Kosten des Projektes wurden verringert und in der Höhe von 365000 RM veranschlagt.

Trotzdem wurde der Schulneubau an der Mozartstraße, der noch in dem Schuljahr 1936 fertig gestellt sein sollte, also bereits zu Ostern 1937 spätestens allen neuzeitlichen Ansprüchen gerecht, wenngleich wegen der beschränkten Mittel darauf verzichtet werden musste, Brauseanlagen und eine Turnhalle zu errichten. Der Plan zu dem Schulneubau sah vor, dass er im dreigeschossig sein sollte, während die Seitenflügel zweigeschossig durchgeführt werden. Der gesamte Bau erstreckte sich in einer Länge von 83 Metern, 18 Meter tief und 9 bzw. 13 Meter hoch.
Im Innern des Neubaues waren die breiten Flure besonders auffallend. Die Schule erhielt zwei getrennte Treppenhäuser, drei Hauptein- und -ausgänge sowie getrennte Abortanlagen für Mädchen und Jungen. Im Untergeschoss waren acht Klassenräume vorgesehen, dazu zwei Lehrmittelzimmer und ein Dienstzimmer. Im Mittelbau wurde zudem eine Wohnung für den Hausmeister eingerichtet, Neben der Hausmeisterwohnung war der Kakaosaal, in dem die Kinder Kakao und später, nach Kriegsende, Quäkerspeise bekamen.

Im ersten Obergeschoss befinden sich zehn Unterrichtsräume, dazu zwei Lehrmittelzimmer. Im Mittelbau des ersten Obergeschosses wie auch im zweiten sind in erster Linie größere Räume für Werkunterricht, Nadelarbeiten, ein Zeichensaal und ein Gesangssaal vorgesehen. Alles sollte den neuesten Anforderungen der Gesundheitspflege entsprechen, wozu auch gehörte, dass Licht und Luft reichlich vorhanden sind. Die Beheizung der Räume sollte durch eine Warmwasserheizung erfolgen, die an die Leitungen der Einschornsteinsiedlung angeschlossen wird. Heute sind in dem Gebäude 16 Klassenräume, eine Bücherei mit Lesesaal, PC-Raum, Aula, Rektorzimmer, Sekretärinzimmer, Lehrerzimmer und eine Küche untergebracht. Auch ist ein Atelier von einem Künstler untergebracht worden, der die Kinder im kreativen Schaffen unterrichtet. Ebenfalls den neuzeitlichen Anforderungen entsprechend ist das Gelände, das zu der Schule gehört und als Hof bestimmt ist. 909 Quadratmeter umfasst die Fläche hinter der Schule, wobei wegen der finanziellen Möglichkeit auch noch eine Turnhalle errichtet werden sollte. Vor der Schule dagegen befindet sich ein Vorgarten. Bei den Plänen wurde darauf geachtet, dass sich der Schulneubau der Umgebung anpasst.

Für tausend Schulkinder etwa wird der Schulneubau eine neue Unterrichtsstätte sein, die ganz den Ansprüchen für den Unterricht gerecht wird. Durch diesen Schulneubau wurde die Reihe der Neubauten, die bereits in Duisburg in den letzten Jahren errichtet wurden, fortgesetzt.
Auf Grund der Ereignisse von 1940 wurde befohlen, im Hof der Schule eine Bunkeranlage für die Kinder und Lehrer zu errichten. Sie wurde ganz unter der Erde gebaut, um möglichst viel vom Schulhof zu erhalten, auf dem Kinder m den Pausen die Pausenzeiten verbringen. Der Boden lag 3,25 m unter dem Schulhof, es führten 18 Stufen hinunter. Rechts und links waren Sitzbänke angebracht. Später nach dem Krieg wurde den Bunker zugeschüttet und der oberirdische Teil abgetragen. Mancher Leser wird sich noch erinnern, wie er auf der Mauer saß und Schularbeiten machte...

Es dauerte noch bis zum Jahr 1960, bis die neue Turnhalle gebaut werden konnte. Nach Abschluss der Planungsarbeiten wurde am 12. Dezember 1962 der Grundstein für die neue Halle gelegt. Die Kosten wurden mit 630000 Mark veranschlagt. Den Auftrag erhielt der Architekt Kraputh. Ende Mai 1963 konnte die Halle in Betrieb genommen werden. Damit entfiel auch der zeitraubende Weg zur Gneisenauschule wenn es hieß: "Kinder, wir gehen jetzt zum Turnen".

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