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Auf ein Wort...
Von
Harald Jeschke
Dort wo Menschen wohnen, wollen sie auch wissen, warum etwas im direkten
Umfeld geschieht,
ob das zu Veränderungen führt und ihre Lebenssituation möglicherweise verändert bzw.
beeinflusst wird.
Betätigungsfelder von rund 21 Millionen Bürger in rund 15
unterschiedliche Bereichen in Deutschland im bürgerschaftlichen Engagement
verdeutlichen, dass sich der Bürger sehr für sein direktes oder auch
erweitertes Umfeld interessiert. Die häufigste Organisationsform ist hier
eindeutig der Verein.
Immer dann, wenn es zu Störungen oder Belästigungen in diesem Umfeld
kommt, wird der Bürger aktiv. Dabei stößt er aber auch auf die
unterschiedlichsten Hürden.
Allein in den Landesorganisationsgesetzen der Bundesländer und hier in
der Zuständigkeitsordnung finden sich auf beinahe 100 Seiten (DIN A 4)
Hürden ungeahnten Ausmaßes.
Wir werden diesen Dschungel der Verwaltungsvorschriften in Deutschland
nicht beheben können, erheben auch nicht den Anspruch hier den absoluten
Durchblick zu haben. Aber: Wir wollen diesen Dschungel für den zum Teil
überforderten Bürger verständlicher machen bzw. bei Problemfällen versuchen,
den direkten Draht zur Information oder Hilfe herzustellen.
Wir wollen uns nicht aktiv in Politik - verbietet schon unsere
Satzung - oder Verwaltung einmischen. Wir möchten dem Bürger
dort helfen, wo wir es als starke Gemeinschaft eventuell
leichter bewerkstelligen können. Wir wollen und werden uns einmischen, wenn
es um die Belange der Bürger in diesem Ortsteil geht.
Facettenreiches
Neudorf
Duisburg-Neudorf ist einer der facettenreichsten Stadtteile Duisburgs.
Mit 10,71 Quadratkilometern Gesamtfläche und aktuell 27 000 Einwohnern
ist der am 30. Mai 1770 gegründete Ortsteil zudem einer der größten in
Duisburg.
Was viele Duisburger und selbst einige alteingesessene Neudorfer
überrascht, ist die Tatsache, dass im Bereich Neudorf-Süd der Sportpark Wedau
komplett zum "Hoheitsgebiet" Neudorfs gehört. Im Süden grenzt Neudorf an die
Wedauer Straße bzw. ist auch an der Masurenallee im Eingangsbereich zum
Ausbesserungswerk Wedau der Bahn Grenzgebiet. Im Westen ist der Kalkweg
(gehört von der Jugendherberge bis Ecke Grunewald/Sternbuschweg komplett zu Neudorf) die Grenze, wobei das Areal der Werkstatt für
Behinderte ebenfalls zu Neudorf gehört. Im Nordwesten geht die Grenze über
den Hauptbahnhof hinweg, die Mülheimer Straße (Helweg der Römer) ist bis zur
Monning im Norden Grenze zum alten
"Königreich" Duissern, im Osten ist der Duisburger Stadtwald ein
wesentlicher Flächenbestandteil Neudorfs. Die östliche Grenze nach Mülheim
a. d. Ruhr ist hier der vollständig zu Neudorf gehörende Wolfsberg, im
Südosten ist der Worringer Reitweg "Grenzstraße" zum Ortsteil
Duisburg-Bissingheim.
Die ortsteilinterne Grenzlinie zwischen den Bereichen Neudorf-Nord und
Neudorf-Süd ist die Kammerstraße bzw. der Kammerweg. Im kirchlichen Bereich
gibt es noch intern die Trennung zwischen Ost und West.
Die geschichtshistorische Entwicklung ist unter dem Link "Historisches"
nachzulesen.
Der Begriff facettenreich leitet sich auch von den Bewohnern Neudorfs ab.
Überregionale Aushängeschilder sind zweifelsohne die Universität mit den
angeschlossenen Instituten bzw. Technologieparks. Ebenso Aushängeschilder
sind natürlich die zum Teil weltweit operierenden Unternehmen in Neudorf wie
Klöckner - die Demag AG entstand in Neudorf - , aber selbstverständlich auch
die Sportvereine wie der MSV Duisburg, die Wassersport betreibenden Klubs, der
Eishockeyverein EV Duisburg, die Bundesliga-Trampolinspringer von TuRa 88,
der mehr als 100-jährige Traditionsverein im Bereich Tennis und Hockey der
Club Raffelberg oder Eintracht Duisburg usw.
Die Sportschule des Westdeutschen Fußballverbandes an der
Friedrich-Alfred-Straße und die in ihr angesiedelten Fachverbände wie der
Landessportbund, der Behindertensportverband
oder die Versehrtensport-Gemeinschaft sind ebensolche überregionalen
Aushängeschilder.
Vom landschaftlichen Aspekt her bietet der Ortsteil eine hervorragende
Mischung aus großen Wald- und Wasserflächen, Bereichen mit
Einfamilienhäusern sowie Mietwohnungsareale mit historischem Charakter.
Weiter zu erwähnen wäre die Staatsanwaltschaft Duisburg an der
Koloniestraße, in deren Reihen es übrigens Experten in Sachen Lärm- und
Umweltfragen gibt.
Aktionsradius des Bürgervereins:
Kür, Pflicht und Visionen
Der Bürgerverein wird sich - sofern dies von Unternehmen, Institutionen
und Bürger gewünscht - für diese einsetzen. Ungefragt aber immer dort, wo es um die Belange
des Umweltschutzes, der Alten- und Jugendhilfe, der Selbsthilfegruppen oder
es grundsätzlich um die Pflege des Ortsteilbildes geht.
Die Erstellung der Neudorfer Chronik ist sozusagen Pflicht.
Zur Kür gehört aber auch:
- Das Anbieten von Tagesfahrten für die Bürger ab dem Frühjahr 2004
- Die Installation und Pflege (Patenschaft) eines Waldlehrpfades im
Bereich der Regattabahn mit benachbarten Bürgervereinen und wenn möglich
im Schulterschluss mit angrenzenden Schulen
- Die - so hoffentlich - unbürokratische Lösung von nachbarschaftlichen
Problemen mit den Bezirkspolizisten oder dem Ordnungsamt Duisburg
- Versuch der Lösung von Verkehrs- und Lärmproblemen
Visionen bestehen in:
- Der Einrichtung einer Bürgersternwarte
- Eine jährlich stattfindende Neudorfer Nacht oder ein Bürgerball
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