Duisburg, 3. April 2008 -
Mit 10:7 (CDU, Grüne und zwei Stimmen von parteilosen Mitgliedern
bei Ablehnung von SPD und Linke wurde der Neubau der Stadionprojekt GmbH
& Co KG des Ausflugsrestaurants mit Biergarten und nun 91
Pkw-Stellplätzen (im Bereich der MSV-Arena, Grafik Düster) für maximal
1330 Gäste (Biergerten bisher rund 1500) beschlossen.

Einzige Zusatzbedingung der Grünen: Die notwenig werdende Baumfällung im
Verhältnis 3:1 mit Ersatzpflanzen von mindesten 60 Zentimetern Umfang
durchzuführen.
Hier geht es um einen Götterbaum (Stammumfang 150 cm), eine Eiche
(Stammumfang 240 cm) und eine Linde (Stammumfang 173 cm), wobei laut
Verwaltung Eiche und Linde sowieso nicht mehr zu retten waren.
"Warum waren wir nicht bei der Sitzung der Vereinen beim Stadtsportbund
mit eingeladen und wenn diese Ergebnisse protokolliert wurden, hätten
wir gern dieses Protokoll", empörten sich SPD-Bezirkspolitiker Reiner
Meyer nebst seinem Neudorfer Ratsherrn Dr. Hartmut Pietsch.
Sie beantragten, dass das Protokoll zur Verfügung gestellt wird. Die CDU
lehnte z. B. ab, da mit der Zustimmung zum Neubau dies nichts mehr
bringt.
Fragen der Bezirkspolitiker gab es zuhauf. So versuchte Architekt Dieter
Düster alle von den Vereinen geäußerten Bedenken zu beantworten und
sicherte zu, dass alle Punkte umgesetzt werden.
Es ging um:
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Versetzen des Stegs um 1,75 Meter nach Norden, also zum Ufer hin,
damit nicht zu viel das Wasser beeinträchtigt.
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Die Stege erhalten ein Glasgeländer, werden sozusagen mit Glas
ummantelt, damit Müll auch nicht unbewusst die Uferzone verschmutzen
kann.
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Die Skulpturen (Negativbäume) werden noch Osten versetzt. Der neue
Standort ist in etwa gegenüber der Südspitze des Geländes vom DSV
98. Dies wurde mit dem Lehmbruck-Museum und den Künstlern so
vereinbart.
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Die Steinskulpturen werden während der Bauphase innerhalb der
MSV-Arena zwischen-gelagert und sollen erst nach Fertigstellung des
Gebäudes ihren endgültigen Standort bekommen.
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Der Weg - auch für Laufveranstaltungen im Sportpark - wird nördlich
hinter dem Gebäude angelegt und ist 3,50 Meter breit.
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Der DSV 98 erhält wegen der Stege des schwimmenden Biergartens
Sichtschutz mit Pflanzen für seinen Bereich der Liegwiese.
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Für die Belange der Ruderer bei Großveranstaltungen bleibt der Teil
hinter dem Gebäude. Damit die dort platzierten Boote auch bei
Regatten zu Wasser gelassen werden können, wird der Betreibern einen
schwimmenden Bootssteg anschaffen, der bei solchen
Großveranstaltungen an den Steg des Biergartens andockt.
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Das
Foto
zeigt die heutigen Stege
Die 91 Pkw-Stellplätze - im
ersten Bauantrag war noch von 61 Parkplätzen die Rede - ergaben sich
durch den zu belegenden Stellplatznachweis. Die Plätze werden in dem
zuvor für das nun nicht mehr geplante Schnellrestaurant innerhalb der
MSV-Arena vorgesehenen Fläche angelegt . Diese Plätze sind kostenfrei.
Die Sorgen der Angler in Hinsicht der Laichplätze sind nach Meinung von
Heinz-Gerd Janßen (DuisburgSport-Chef) unbegründet, da die Wasserfläche
durch den Parallelkanal um 40 000 qm erweitert wurde und dadurch viele
neue Plätze entstanden sind.
Das Restaurant wird
2-geschossig gebaut, hat einen Aufzug und eine Behindertentoilette. Im
Biergarten wird es am Steg eine Rampe für Rollstuhlfahrer geben. Die
öffentliche Toilettenanlage bleibt - wenn auch nur auf zwei reduziert -
im Winter geöffnet.
"Dieses Bauvorhaben", so Architekt Düster, "ist kein Bauvorhaben, mit
dem Geld zu verdienen ist. Warum der Betreiber es trotzdem angeht, hat
viel mit mit der gesamten Aufwertung des Sportparks zu tun. Es geht um
die deutliche Verbesserung und Präsentation in einem wichtigsten
Naherholungs- und Touristengebiet Duisburgs Das Bauvorhaben wird das
Image erhöhen. Baubeginn könnte aus meiner Sicht frühestens im Juli oder
August sein." Wie es mit dem geplanten Hotel weiter geht ist offen, da
ein Betreiber fehlt.
SPD-Ratsherr Dr. Hartmut Pietsch: "Es ist nach 61 Jahren für mich sehr
erstaunlich zu hören,
dass
nicht wirtschaftlich gedacht wird. Das hat es in Duisburg ja noch nie
gegeben." Die Mutmaßung des Vertreters der Linken: "Da spielt wohl der
niedrige Erbpachtzins eine entscheidende Rolle. Keine Rolle spielt aber
wohl bei diesem Projekt die Frage nach dem ÖPNV für die Menschen. Wenn
wir hier Umwelt reden sollten aber Angebote mit Bussen und Bahnen aber
ein Thema sein".
Das aber war eigentlich Gegenstand der nicht öffentlichen Sitzung wie
auch die Frage, ob mit dem alten Biergartenpächter - siehe Bild oben
- Theo Hartjes ein Rechtsstreit anstehen könnte.
Harald Jeschke




Zum Thema die Ergebnisse der BV-Sitzung vom 6. Dezember
2007
Sportpark-Planungen: Restaurant mit Biergarten am
Bertasee
und
BV Mitte 13. März 2008
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